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gegen Freunde, und Zärtlichkeit gegen Weib und Kind,das sind die Züge, die aus ihm klar hervorleuchten. Undstellt sich auch da und dort ein Schatten ein, — auch dieSonne hat ihre Flecken — gewahren wir mitunter etwasEitelkeit, Eigensinn, Starrheit, oder Ansforschungsgeist,so werden diese dunkeln Charakterstellen weit überstrahltund auch immer zurückgehalten durch seine bessern Eigen-schaften, durch seine Liebe zu allem Schönen, Wahren,Heiligen. Wohl kann es sein, daß ich hier und da einenZug in dem reichen Leben Feßlers vergessen oder auch falschbeurtheilt habe. Mag mir's der Leser verzeihen. Denrechten Schlüssel zum Buche eines Menschenlebens hat dochnur Gott. Uns Sterblichen werden immer mehr oder-weniger Blätter verhüllt, oder unverständlich bleiben; selbstwenn wir uns bei der Beurtheilung an reine Thatsachenhalten. Geheime Fehler und Schwachheiten aber an unfernBrüdern pharisäisch zu beäugeln, oder sich wohl gar überdie mühsam und schlau entdeckten Schattenseiten zu freuen,das darf nie die Sache eines wahren Freimaurers sein. Damitwollen wir uns das Urtheil über unsre eignen Schatten-seiten nicht verkümmern, welches wir vor dem Throne dessenzu erwarten haben, der auch unsere Thaten nach rechtemMaaße wägt. Du aber, mein Heimgegangener Bruder-Feßler,^ nimm unsere Hand hinüber über's Grab; anDeinem Wilde und durch Deine Schriften wollen wirerkennen-lernen, wie man handeln muß, um trotz tausendHindernissen, trotz Gift und Galle der Welt ein freierund vollendeter Mann zu werden. Friede, Friede Deinemverklärten Geiste, der vor Gott steht!