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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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ich nur Geisteszustände durch ein romantisches Kleid sicht-bar machen wollte; man verlangte von dem Gemüthshimmelvollendete Kupferstiche zur Anschauung, da ich doch nurHimmelskarten zum Orientiren zu entwerfen versuchte. Ichwünschte daher, daß nie bloße Aesthetiker zur Beurtheilungübernommen hätten, was nur für den religiösen Philosopheneinigen Werth haben konnte. Ich wünschte, daß sie Nie-mand zum Zeitvertreib in die Hand genommen hätte, nochin Zukunft zum Zeitvertreib in die Hand nehmen möge;denn nicht dazu, sondern zur Zeitbenutzung für mich undAndere, denen das Leben des Geistes, wie mir, hoher Ernst,nicht leichsinniges Spiel ist und die auf demselben Wege,wie ich, irren oder schwanken, sind sie geschrieben." AlleSchriften Feßlers sind also Wegweiser mit zwei Armen;der eine Arm zeigt auf Feßlers Gemüth, der andere aufdas Gemüth des Lesers. Mit Zufriedenheit konnte er amLebensabend auf seine Werke zurückblicken; sie hatten ihmja einen freien, lichten und seligen Geist geschaffen, aberauch manches treue Freundesherz erworben. Und wenn ersie jetzt als Denkmäler seines Strebens betrachtete, so knüpf-ten sich daran auch die schönsten Erinnerungen an seineFreunde, namentlich im theuren Vaterlande. So standFeßler als eine ächt männliche ^Gestalt an seinem Lebens-abend da; der Sieg war errungen über das Gemeine undKleinliche; er hatte seine Liebe zur Menschheit gereinigt;er hatte manch Opfer seines Fleißes gebracht, er sah mitZufriedenheit der untergehenden Sonne seines Lebens ent-gegen. Und solche innere Freude, solches Hochgefühl wardihm auch durch die Außenwelt nicht gestört. Er hatte baldnach dem Tode seiner zweiten Frau sich eine neue dritteLebensgefährtin gewählt, und als Menschenkenner sicher und