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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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zu erweitern. Aber noch war ein Schritt übrig, zu wel-chem ihn am Schluffe seiner Wanderjahre sein Herzdrängte. Er war des ewigen Herumirrens unter Fremdenetwas müde; er sehnte sich nach einem häuslichen Heerdund nach einem liebenden Herzen, welches Leid und Freuderedlich mit ihm theile. In einem kleinen Städtchen ohn-weit Carolath wohnte eine allgemein geachtete bürgerlicheFamilie in stiller Häuslichkeit, einfacher Sitte und inschöner Eintracht. Er ward bald mit der jüngsten Tochterdieser Familie vertraut; sie gestanden sich gegenseitig ihreNeigung und die Ehe sollte geschlossen werden. Aber erwollte sich und seine Braut vor jeder Täuschung sichernund gab ihr daher in Briefen ein vollständiges Bildseines ganzen Menschen, forderte sie auf, dasselbe rechtzu überlegen und sich zu fragen, ob sie Sympathie zuihm fühle. Wie offen und ehrlich — freilich Wohl etwaszu kalt und berechnend — er verfuhr, zeigt ein vor derVermählung an sie geschriebener Brief: „Sie hoffen inder Verbindung mit mir glücklich zu werden? Es kommtAlles darauf an, mit welchen Gesinnungen ich Sie zurFrau nehme; ob nur darum, weil ich mein Wort gegeben,ob nur aus gutmüthigem Mitleiden, oder ob ich Ihnenals einer treuen Lebensgefährtin Herz und Hand reichenkönne, aus innigster Liebe und aufrichtiger Achtung ihresgeistigen Werthes. Kann nur das Letztere Sie beglücken,so müssen Sie auch die Bedingung erfüllen, unter welcheres allein möglich ist, diese innigste Liebe und aufrichtigeAchtung zu gewinnen. Darum bitte ich Sie bei Allem,was Ihnen theuer und heilig ist, dies Alles ernstlich zubedenken und es tief in Ihr Herz dringen zu lassen re."Armer Feßler! Trotz Deiner Vorsicht, trotz Deiner offnen