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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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dem ersten dieser Männer wollte er ein Vorbild staats-bürgerlicher Rechtlichkeit und Vaterlandsliebe, in demandern das Vorbild eigenliebiger Politik aufstellen. Nebendiesen Arbeiten trieb er fleißig philosophische Studien,und jetzt war es namentlich Kant, der in seinen Jdeen-kreis eindrang und in dessen System er sich wie in eineBurg einschloß, welche er auch gegen Jedermann auf dasheftigste zu vertheitigen suchte. In diese Zeit fällt übri-gens die Gründung des Evergetenbundes. Herr vonHeld und noch einige andere Männer, welche keine rechteBefriedigung in der Freimaurerei der damaligen Zeitfanden, entschlossen sich einen Bund zu gründen, derdieselbe ersetzen sollte, und forderten Feßlern zur Mit-wirkung auf. Feßler zögerte mit seiner Unterstützung, zu-mal da ihm die Tendenz des Ganzen nicht recht gefallenwollte, die ziemlich nach dem Illuminatenorden schmeckteund auch wohl einige politische Elemente in sich vereinigte.Doch er konnte den ungestümen Bitten seiner Genossennicht widerstehen, arbeitete also hie von einem andernMitgliede aufgestellten Grade nach seinem Gutdünken umund suchte der Sache so viel als möglich Halt zu geben.Allein bald legte er sein Amt als Dirigent des Bundesnieder und trat namentlich den politischen Ansichten einigerMitglieder entschieden gegenüber. Diese wollten mitallen Mitteln bürgerliche Freiheit und dann moralische;Feßler aber meinte, daß bürgerliche Freiheit schlechterdingsund ursprünglich eine Folge der moralischen Freiheit seiund daß der Bund der Evergeten nur die letztere zumZiel haben müsse. An dieser Spaltung der Meinungenscheiterte die Sache und erlosch in kurzer Zeit. Sie hattenicht wenig dazu beigetragen, Feßlers Menschenkenntniß