des Herrn aber wollen oftmals herrschen und tyrannisiren,oder machen ihre Dienste von kleinlichen Dingen allerArt abhängig. O es ist wohl herrlich, ein ganzer Christzu sein, d. h. den wahren Geist des Meisters zu haben.Und sieh mein Herz, daß dieser christliche Geist der Bruder-liebe, der Geist der rechten Lebensweisheit und der Geistder Gottinnigkeit immer mehr und mehr sich Bahn breche,daß die Erlösung der Welt aus den Banden des Aber-glaubens, des Wahnes und der Thorheit immermehr zurWahrheit werde, daran bauen wir unaufhörlich, und mitjedem der in unsre Bruderkette tritt ist ein neuer Steingewonnen für den Bau am ewigen Reich der Liebe.Glaubst Du nicht, daß wir damit den erhabenen Meisterbesser ehren als die Heuchlerzunft unsrer Tage?"
„ Ich glaube Dirs, mein Hermann! und ich sehe schon,daß die schwer irren, die Euren Bund anfeinden."
„Nur die, meine Liebe, welche uns nicht kennen, hassenuns; und wir strafen sie empfindlich damit, daß wir ihnenkeine Gelegenheit geben, ihren Haß zu begründen; wirstrafen sie damit, daß wir sie nicht wieder hassen, son-dern — dulden, lieben."
„ Wie edel ist dies! O könnte ich doch auch ein Gliedin Eurem Bunde sein. Sieh ich bin auch gestern beiDeinem Kranken zum Besuch gewesen und habe ihn miteiner Speise eine große Freude gemacht. Er gedachteDein mit unendlicher Liebe, und ich glaube, ich bin vorFreude über und über roth geworden."
„Nach dieser That der Theilnahme bist Du schon fürunsren Bund geweiht. Mit jeder acht menschlichen That,die aus freier Liebe stammt, schreiben sich die Menschenein in das große Buch der Maurerei, welches der ewge