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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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schön gewachsenen Baum; unter ihm saßen eine Schaar-Männer, die gingen so wie Du gekleidet. In ihrer Mittesah ich plötzlich Dich. Ein wunderbarer Gesang klangvon Eurem Kreis herüber zu mir. Als ich näher kam, sahich, daß ein großer Abgrund mich von Euch trennte. Duhattest einen Kranz auf dem Haupte. Da kam ein schwarzerGeier aus dem Gebüsch und wollte Dir den Kranz nehmen.Als ich ihn auf Dich zukommen sah, schrie ich laut, undwollte mich in den Abgrund stürzen, um Dir zu Hülfe zueilen. Aber die Männer schlossen einen Kreis um Dich,und der eine hatte einen gewaltigen Hammer und schlugden Geier auf den Kopf, so daß er hinunter in den Ab-grund siel. Dabei wachte ich auf. Und nun erschienstDu mir heute grade so, wie ich Dich da sah; das fuhrmir durch alle Glieder."

Sei ruhig, liebes Herz! In aufgeregten Zeitenträumt man viel; die Phantasie ist da geschäftig, und wennsie unter den vielen freundlichen Traum-Bildern auch ein-mal ein schauerliches darbietet, so muß man es vergessenund sich nicht lang Gedanken darüber machen."

Aber mein Vater ist ein heftiger Feind aller Frei-maurer. "

Hat er sie denn kennen gelernt?"

Er hat, so viel ich weiß, nur Einen gekannt, undder nahm ein trauriges Ende. Seid dieser Zeit hat meinVater oft gesagt: Da seht ihr, was die Freimaurer sind.Sie leben und sterben ohne Religion, und haben sich demTeufel schon bei Lebzeiten verschrieben."

Mein Schatz, das kann nicht der Ernst Deines Vaterssein. Auch sollte er nicht als ein so kluger Mann vonEinem auf die Andern alle schließen."