mit ihr zu dem Altar der Maurerei, daß die Welt mitihrem Hohn dir die Begeisterung nicht versenge. In allengroßen Augenblicken des Lebens nimmt die Maurereisich freundlich des Menschen an, und kommt ein Lieben-der zu ihr, der auf dem Wege ist, sich mit einem zweitenHerzen eng und innig zu verbinden: o dem theilt sie derBlumen allerschönste, der Gaben allerbeste aus. Als ichin die Loge ging, war ich etwas trüb, oder wenigstenssehr ernst gestimmt. Es thürmten sich vor meinen Blickendie Nebelberge der Sorgen aus; ich sah im Geiste nebenden Ehestandsrosen auch die Dornen, ich sah und fühltedas Gewaltige meiner neuen Lebensepoche. Aber jetzt,nachdem ich wieder in der Kette gestanden und gesehenhabe, wie mein Glück mir aus so vielen theilnehmendenAugen der Brüder zurückstrahlt; nachdem ich mich wiederin aufrichtiger ungeheuchclter Theilnahme gesonnt und vordem Altar der Lebenskunst mir Muth und Vertrauen ge-holt habe, jetzt schlägt mein Herz wieder froh und selig.Wie arm sind die Menschen, wenn sie in großen schönenAugenblicken in der kalten Welt einher schreiten müssen,die nie, wie Schiller sagt, das Glück erlaubt, und wiereich sind wir Maurer dann, weil wir einen Himmel aufErden haben, in welchem wir unser Glück in Ruh undFrieden genießen können." So dachte der Br. Ehrenberg.Der schöne herrliche Abend begünstigte seine Träumereien;der Mond erleuchtete freundlich seinen Pfad, und zeigte ihmauch schon von ferne das Pfarrhaus, wohin seine Schritteeilten. Bald stand er vor demselben. Aus dem einenFenster schimmerte ihm das Licht eines Lämpchens entgegen.„Ach," sagte Ehrenberg erfreut, „sie harret noch mein,die geliebte Braut! Welch eine treue, herzig gute Seele
Pilz, Maurerische Blüthen. 5