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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Liebe zu gleicher Zeit auch ein Strahl auf ihn, den Leiterund Wecker des jungen Friedrich Trautmann.

13. Kapitel.

Der Einzug.

Das Dorf Liebenau liegt reizend da zwischen Bergenund kleinen Wäldern. Es führet jetzt eine schöne Straßedurch dasselbe, die früher blos ein holpriger Weg war.Auf diesem Wege schritten eines Morgens zwei Wandererrüstig vorwärts. Der eine war der Arzt Helfenstein, derandere Heinrich Trautmann, genannt Friedrich Treuenberg.Sie wunderten beide nach dem Dorfe zu, in welchem vorkurzem das Rittergut feil geboten war. Treuenberg wolltegern die Heimath, den Ort seiner Kindheit, wieder sehen,und bat den Arzt daher, mit ihm dorthin zu reisen.Wenn das Rittergut nach ihren Wünschen wäre, sollte esgekauft werden. Sie waren bis zu einem Rundtheil ander Straße gekommen. Zwei Pappeln standen da, undschwachen denselben stand ein Crucifix. Obgleich das Dorflängst evangelisch war, so standen doch da und dort Kreuze,die aber von den Bewohnern des Ortes als alte Denk-mäler mit vieler Pietät behandelt wurden.Halt," sprachjetzt der Arzt zu dem jungen Manne,wir stehen hieran der Grenze des heimathlichen Dorfes, welches Dichgebar, in welchem Du, von göttlichem Segen begleitet,die ersten drei Jahre Deines Lebens verbracht hast. Ueber-tritt die Schwelle nicht, ohne daß Du Dein Herz gereinigthast von allem Groll gegen Deine Feinde, gegen die,welche Dich verstießen. Du wirst sie Wiedersehen, aberdann gedenke daran, daß Du ein Christ und Maurer bist.