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keine Ruhe. Einige bemerkten, daß das Grab nicht inOrdnung sei, und auch der Todtengräber meinte, es müsseJemand den Hügel umgegraben, und vielleicht gar ausdem Sarge etwas entwendet haben. Die Sache kam vorden Geistlichen des Ortes und dieser war der Meinung,man solle den Sarg noch einmal ausgraben und Nachsehen.An einem Vormittag der nächsten Woche, zog denn derGeistliche mit dem Richter, den Gerichtsleuten, demTodtengräber und einigen andern Freunden des Verstorbenenauf den Kirchhof. Bald war das Grab geöffnet und derSarg herausgehoben. Man öffnete, fand den Verstorbenen,wie er hineingelegt worden war, aber das Medaillon,fehlte. Man suchte, doch alles Suchen war vergeblich.„Auf jeden Fall ist hier ein Diebstahl vorgegangen," meinteder Geistliche, „und es ist nun unsre Pflicht, uns Mühezu geben, daß wir diesen Friedhofsschänder entdecken.Es ist dies, wie ihr wißt, nicht der erste Fall. Voreinem Jahre starb doch die Tochter unsers Gutsbesitzers,welcher man Ringe und andern Schmuck mit in die Gruftgab. Der ganze Schmuck der Leiche ist gestohlen worden.Welche Dreistigkeit müssen solche Leute besitzen, die inder Stunde des Nachts sich in Grüfte schleichen und sichan den Todten vergreifen können. In diesem Falle istmir nur das räthselhaft, daß der Dieb einer solchen Kleinig-keit wegen sich so viel Mühe gegeben hat." Der Todtewurde wieder eingegraben, und die Leute gingen vomKirchhofe zurück ein jeder in sein Haus. Welche aber-gläubische Meinungen nun über den verstorbenen Frei-maurer und sein Kind im Volke umhergingen, kann sichder Leser fast selbst denken. Wir erwähnen nur dies, daßman allgemein sagte, das Kind zeige sich mitunter-des