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3 (1778) Patriotische Phantasien
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Die Politik im Unglück.

völligen Glanze bey mir; aber gestern besuchte sie mich inihrem neuen Aufzuge, kam durch den tiefen Schnee zu Fuße,und hatte ihr wollenes Röckgen so aufgehoben, als wennsie besorgt gewesen wäre, daß etwas daran verderben mögte.Ich habe nicht ermangeln wollen, sagte sie zu mir, mich Ih-nen zu empfehlen; und sie zu ersuchen, mir einige Arbeitzu gönnen, wenn sie mich dazu tüchtig halten. Sie sagtedieses mit einem so freymüthigen und ungezwungnen An-stande, und redete von ihrem Unglücke mit so vieler Müßt?gnng, daß ich ohne alle Besorgniß sie zu kränken, ganzfrey mit ihr darüber reden konnte. Wir philosophirtenlange zusammen, ohne daß ihr eine bittere Klage gegen ih-ren Mann oder dessen Gläubiger entfiel. Sie ließ sich, sieließ andern Gerechtigkeit wiederfahren; und das mit so vie-ler Würde, daß ich es nicht wagen niogte, ihr einige Hülfeanzubieten. Aber beym Weggehen konnte ich mich nichtenthalten, sie zu umarmen, und ihr ins Ohr zu sagen:sie wäre eine recht stolze Frau. Das bin ich, erwiedertesie, und setzt noch mehr als jemals; ich will zeigen, daßich bessere Ansprüche auf Hochachtung habe, als diejeni-gen waren, die mir vorhin Has Glück geliehen hatte; undohne Knicks gieng sie fort. Was sagen Sie dazu, meineTheureste! verdient ein solches Beyspiel nicht eine Stellein der bürgerlichen Geschichte? Leben Sie wohl für heute.

IX.

H .. . den i8 Nov. 177;.

^^n voriger Woche ist man endlich mit dem öffentlichenVerkaufe der A .. . ischen Sachen zu Ende gekommen.Die Frau war immer dabey, und sorgte dafür, daß allesordentlich vorgelegt, und zum theuresten verkauft wurde.

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