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Festspiel zur Schiller-Feier der Düsseldorfer Künstler-Gesellschaft 'Malkasten' am 12. Nov. 1859
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Ihn ehrend in des Geists vereintem Streben,

Damit der Tag des Edlen sich erhellt!

Getrost er kommt! Es fällt der Zukunft Schleier!Sein Einheitruf hallt wieder, inhaltschwer;

Ein Geisterband zu seines Tages FeierSchlingt sich von Land zu Land, von Meer zu Meer.Ja, vor dem Seelenauge strahlet keinerMir würdiger: Die Menschheit zahlt die Schuld.Hoch über'm Dunst der Frömmler und Verkleiner,Zeigt mir sein hehres Haupt der Götter GunstAufleuchtend, wie ein ragend MarmorbildnißIm Fackelrauch, der um den Sockel brennt:

Flieht, arme Mäkler, in des Blödsinns Wildniß!Gut heiße, wer zum Edlen sich bekennt!

O streuet Lilien mit vollen Händen,

Ihr Frauen, eurer Würde Preis zu Dank!

Ihr Denker zollt des Lorbeers reiche Spenden,

Weil eurem Blick durch ihn die Hülle sank!

Bring' Mann und Jüngling Eiche dar und Rose!Kein Götzendienst ist eures Lobs Tribut:

Dem Gottesstrahl gilt die Apotheose,

Der sich zu Dienst entflammt der Genien Gluth!

Auf denn, Heroenbild! brich durch der FaltenBergende Hüllen! entschleiere dich!

Zeig' ihn im Kreise der hohen GestaltenKöniglich thronend und feierlich!

(Trompeten und Glocken hinter der Scene.)

Horch! Glockenschall und ehr'ne Kriegeslieder!Der Traum entflieht; das Leben regt sich wieder.Von euch, ihr Sterne, eh' ihr niederbleicht.Verlang' ich dieses Zukunftdichters Namen!