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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
415
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des LeibeigMhums. ziz

Vermögen gehabt eine besondere Colonie anzulegen, unddieselbe zu der Zeit da Niemand da§ Land, sondern jederAllvater nur die Scinigen ge'chützet hätte, gegen andrezu schützen. Alles habe sich daher zum Stamme ge-halten , und das Haupt desselben sey dagegen verbundengewesen, sie zu ernähren, zu schützen und wohl zu halten.Man habe das Band der heurigen Untcrthänigkcit, nachivelckcm einer frei) zu- und abziehcn konnte, und einemFürsten nur so lange unterworfen wäre, als man sich indessen Lande befinde, gar nicht gekannt; daher auch Jo-seph von den Egyptern die Eigengebung erfordert Härte,wenn sie von dem Könige ernähret seyn wollten. In devheurigen Verfassung würde er blos gesagt haben: Kinderbleibt im Lande, damit euch der König Brod gebe; inder damaligen Verfassung aber , worinn die Pharaonenseine Könige von Egypten, sondern patriarchalische Kö-nige in Egypten gewesen wären, und über die ihnen un-qngehörigen Einwohner des Landes nicht zu gebieten ge-habt hatten, hätte er norhwendig von einer Uebergabeihres Leibes sprechen müssen; die Uebergebung des Lei-bes und Vermögens sey blos Huldigungsformel in dcpauf Hörigkeit gegründeten Monarchie der Vorwelt.

Der Richter setzte hinzu: Die Natur gebe jedem,der eine Colonie anlegte, und den Verlag davon thätedieses Recht; es sey eine stillschweigende Bedingung dcSersten Originalcontrakts, daß die Coloniften nicht wiederdavon laufen sollren, und blos in dem Falle, da die zu-genommene Bevölkerung den Verleger gegen die Gefahrdes Verlustes sicher ftcllete, werde jenes Recht unnöthig;alsdann aber sey der Mensch so geartet, daß er ein Rechtwas er nicht gebrauchte, von selbst fahren ließe. Daher wür-de man bey zunehmender Bevölkerung die Leibeshaft mit

allen