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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
179
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aus Her Stadt zu bringen. 179

etwas Trost zu holen, bleibt der nämliche. Fallen Seu-chen und Krankheiten ein, welche eine minder feierlicheAbführung erfordert: so wird ein sogenannter Lügensargzur Abführung in die Kirche, und für die Beglichet ebendie Erinnerungen erwecken können, welche er in andernFällen erweckt, und so wird auch darinn keinem etwasabgehn.

Uebrigens kann, um der guten Meinung der Men-schen in billigen Dingen nichts zu entziehen, dem Got-tesacker ausser der Stadt eben die Heiligkeit und Sicher-heit mitactheilct werden, welche derselbe in der Stadthat, und gewiß läßt sich solche an einem völlig umschlos-senen Orte besser als hier erhalten, wo ein gemeiner Wegdarüber geht. Hier wird mancher, wenn entweder derRaum zu enge, oder das Gras zu gut ist, bald auf diesebald auf jene Art in seiner Ruhe gestört, und keiner wür-de auf sein Grab eine Rose ohne Gefahr blühen lassenkönnen *). Die Ruhe ist hier nicht so stille und so sicher,wie cs die weiche Wehmurh ihrem Geliebten wünschet,und keiner kann hier die Emsamkeit finden, welche derSchmerz suchet. Hier kann keiner mit Recht auf seinGrab setzen lassen, daß er in seinem Leben keinem beschwer-lich gewesen **), und es auch nach dem Tode nicht seynwolle. Hier fällt bey einem täglichen Anblicke, der hei-lige Schauer weg, welcher Roungs Phantasie so sehr er-höhet« , und die trauerklagcnde Muse krächzet blos ein

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*) Alle» werde um dich Rose, sagt eine griechische Grabschriftbeym in prsek. »a i'r. I. rionr.

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