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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
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seiner Empfindungen gelange. 5

Sache einzi-dringen- So wie ich eine Lieferung auf dasPapier gebracht, und die Seele von ihrer ersten Last ent-lediget habe, dehnt sic sich nach und nach weiter aus, undgewinnet neue Aussichten, die zuerst noch von nähernBildern bedeckt wurden. Je weiter sie eindringt, undjemehr sie entdeckt, desto feuriger und leidenschaftlicherwird sie für ihren geliebten Gegenstand. Sie siehtimmer schönere Verhältnisse, fühlt sich leichter und frcyerzum Dergleichen, ist mit allen Theilen bekannt und ver-traut, verweilet und gefällt sich in deren Betrachtung undhöret nicht eher auf, als bis sie gleichsam die letzte Gunsterhalten hat.

Und nun, wenn ich so weit bin, womit insgemeinmehrere Zage und Nächte, Morgen - und Abendstundenzuzebcachl sind, indem ich bey dem geringsten Anscheinvon Erschlaffung die Feder niederlege, fang ich in derStunde des Berufs an, mein Geschriebenes nachzulesen,und zu überdenken, wie ich meinen Vortrag einrichtenwolle. Fast immer hat sich während dieser Arbeit diebeste Art und Weise, wie die Sache vorgestcllet scyn will,von selbst entdeckt; oder wo ich hierüber noch nicht mitmir einig werden kann: so lege ich mein Papier bey Seiteund erwarte eine glücklichere Stunde, die durchaus vonselbst kommen muß, und leicht kommt, nachdem maneinmal mit einer Wahrheit so vertraut geworden ist. Istaber die beste Art der Vorstellung, die immer nur ein-j'g ist, wahrend der Arbeit aus der Sache hervorgegan-gen: so fang ich allmählig an, alles waS ich auf dieseArt meiner Seele abgewonnen habe, darnach zu ordnen,was sich nicht dazu paßt, wegzustreichen, und jedes aufseine Stelle zu bringen.

Insgemein fällt alles was ich zuerst nicdergeschrie-ben habe, ganz weg, oder es sind zerstreute Einheiten,

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