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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
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Wie man zu einem guten Vorträge seiner

Empfindungen gelange.

'hre Klage, liebster Freund! daß Sie sich in Äus-

ex) druck und Vorstellung selten vollkommen genugthun können» wenn Sie eine wichtige und mächtig em-pfundene Wahrheit andern vertragen wollen, mag leichtgegründet seyn; aber daß dieses eben einen Mangel derSprache zur Ursache habe, davon bin ich noch nicht über-zeugt. Freylich sind alle Worte, besonders die tobtenauf dem Papier, welchen cS wahrlich sehr an Physiono-mie zum Ausdrucke fehlt, nur sehr unvollkommene Zei-chen unsrer Empfindungen und Vorstellungen, und manfühlet oft bey dem Schweigen eines Mannes mehr, alsbey den schönsten niedcrgeschriebcncn Reden. Allein auchjene Zeichen haben ihre Begleitungen für den em-pfindenden und denkenden Leser, und wer die Musik ver-steht, wird die Noten nicht sclaviseh vertragen. Auchder Leser, wenn er anders die gehörige Fähigkeit hat,kann an den ihm vorgeschriebenen, Worten sich zu demVerfasser hinauf empfinden, und aus dessen Seele altesheraushohlcn, was darum zurückblicb.

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