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XI. VH.
Von den ersten öffentlichen Anstalten zum
Seidenbau im Hocbstifte Oßnabrück.
n hat seit einigen Jahren sehr viel Geräusch vomSeidenbau gemacht; ich glaube aber doch, daß hierim Stifte eher als in einer andern Gegend WestphalenSeine grosse Hand daran gelegt worden. Dafern wir aberauch nicht die ersten gewesen seyn sollten: so ist doch alle-mal billig, den Namen deS ehrlichen Mannes der dankba-ren Nachwelt aufzubewahren, der seine Zeiten mit einemneuen Nahrungszweige bereichern wollen.
Weiland Jhro Königl. Hoheit Ernst August der II.;einer von den guten Landesvätern, womit die göttliche Für-sehnng noch dann und wann ein kleines Landgen beglücket,sind es, welche zuerst im hiesigen Stifte den Seidenbaueinznführen sich bemühet haben. AuS der darüber abgeleg-ten Rechnung erhellet, daß Höchstdieselbe im Oktober 1727den damals sogenannten Bicrmanskampf vor dem Johan,riisthor, nebst einem Stücke Landes vor 1575 Tbakec zueiner Maulbeerplantage haben kaufen, und solchen noch den-selben Winter, nachdem die Pflanzung am 24. Nov. d. I.ihren Anfang genommen, völlig bepflanzen lassen. Diedarüber geführte Taglohnsrechnung geht bis zum Aug. 172F,und folglich bis an den Tod eines Herrn, der mehr seineLiebe als seine Grösse zu verewigen suchte.
Die Aufsicht darüber batte einer Namens Fenogkis,welchen der Herzog als Tcüffelnsäger ans Italien hatttekommen lassen; und da in dessen Rechnung unterm 5 tenAug. 1718 bereits einiges Haspelgeld zur Allsgabe kommt:
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