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3 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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Der erste Jahreswechsel. 151

gesehn, und im Paradiese lauter gleich lange schöne Tagegehabt ich befürchte, es stirbt nun so alles nacheinan-der ans. Man hört weder Frosch noch Vogel, die Früchtefallen überall ab, die Bäume verlieren ihre Matter, undsogar das Dach unsrer Hütte faulet, und fällt zusammen ich fürchte, ich fürchte, Gottes Zorn folgt uns nach,es gehet alles aus, und wir mit, meine liebe Eva; auchdu solltest wieder zur Erde werden. Hier entfiel ihm dieerste bitterlicheLhräne, und Eva schluchzte an seinem HalsetAuch du.

Alle Morgen die Gott werden ließ, kam die Sonnespäter, und der Abend, da sie noch weder Feuer noch Lichtkannten, so früh, die Tage wurden allmählig so kurz, daßsie nun schon nichts anders als eine lange ewige Nacht er-warteten , und bloß vom Hunger getrieben noch durch dendicken Nebel herum liefen, um einige abgefallene Früchtezu sammle», wobey Eva immer glücklicher war als Adam,indem sie noch oft einen Apfel entdeckte, den der Mann über,sehen hatte, und sich dann recht inniglich freuet«. Aberauch diese Hülfe hörte bald auf, die Thiere auf dem Feldesammleten fleißiger wie sie, und ein schöner Kürbis, denEva einsmals im Triumph nach Hause gebracht, und überalle Aepfel im Paradiese erhoben, Adam aber, um ihr keinRecht zu lassen, aus der Hütte geworfen hatte, lag, wiesie ihn jetzt auffirchte, verfaulet da. Nun wühlte Evamit ihren Händen Wurzeln ans der Erde, bis der Frostkam, und sich ihren noch nicht abgehärteten Fingern wi-dersetzte. Endlich bedeckte ein tiefer Schnee den ganzen Erd-boden , und vergrub das einsaine Paar unter seiner armse-ligen Hütte. Keine Sonne leuchtete mehr, die ganze Naturwar todt, kein Vogel sang, kein Kraut wuchs, und der blasseSchimmer des Schnees entdeckte ihnen nichts als ihr bsyder-seitiges Elend. Sie legten sich hin um zu erstarren, um

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