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3 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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128 Also soll man das Studiren

und arbeitsamsten Männer gezogen werden. Aus den so-genannten Kindern von guter Familie, kommen jetzt fastnichts als Zärtlinge oder Hypochondristen, die, wenn eszum Hauptwerke kommt, gemeimglich in der Cur begrif-fen sind , und Ew. Durchlaucht mögen sicher glauben, daßin der Welt unendlich mehr durch Dauer, Fleiß und Ar-beit, als durch das sogenannte Genie bewürkct werde.Hiernächst können Höchstdieselbe nicht selbst untersuchen, obdieser oder jener Knabe Anlage zum Studiren habe; undwenn diese Untersuchung einem Bedienten überlassen wird,so kann man sicher voraussetzen, daß er, wenn auch gleichGeld und Gaben nichts über chn vermögen, dennoch ge-gen Freundschaften und Verbindungen nicht unempfindlichseyn werde. Und wie weit hat mancher eiserner Kopf, derin der Jugend wenig versprach, den lebhaften, witzigenund geistvollen Knaben, von dem man alles hoffte, hintersich zurück gelassen? wie viele Keime entwickeln sich erstspät? und wie viele Beyspiele könnte ich anführen, daßans launigten, eigenwilligen, und dem Anschein »ach un«gelehrigen Köpfen, gerade die Böcke geworden sind, woraufdas galyeGerüste einerStaaksverfassung geruhet hat*)?

Aber so sage er mir doch nur ein Mittel . ..

Meiner Meynung nach, gnädigster Herr, liegt derFehler darin», daß die wenigsten Eltern mit ihren Kindernbis inS vierzehnte Jahr was anzufangen wissen, und sie indie lateinische Schule schicken, um sie nur vom Müßiggän-ge abzuhalten. Sie sehen die Schulen wie einen Nothstall

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