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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
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zu besser«, als auszuflickeu. 29z

daher unbekannt gewesen. Ich wenigstens habe auf meinenvielfältigen Reisen auch selbst da, wo man bauetr und flickte,diesen Verstoß nie wahrgenommen.

Konnte nun auch der Herr Verfasser die Regel selbstnicht ganz weglasscn; so deucht es mir doch billiger, wenndas oft des Verstoßes zu einem gar seltenen Fall wäre her,'unter gesetzet worden.

Ich wende mich also zu seiner zwoten Regel.

In einem Lande wo die Finanzen des Landesherrn undder Unterthanen gleich kümmerlich; welchem kein fremdesFuhnvrrk kömmt und. zollet; oder da, wo die Heerstraßengar keine oder doch nur solche Dörfer berühren, welche kei-ne Wagen und Pferde halten, mithin es diesen gleichgültig,ob die Wege gut oder schlecht.- da ist es freylich genug,Wege zu flicken, ja mehr als erforderlich. Sollte aberauch die Noch die hier nach Brodte gehet, wohl anders ra-rheu lassen?

Giebt es aber Länder in unferm allgemeinen Vaterlande,denn ich halte cs meinem Patriotismus viel zu entehrend,als mit unserm Autor die Unterkhanen des ganzen Deutsch»landes das Brodt gutem Heils an den Heerstraßen erbettelnzu lassen; giebt es, sage ich, solche Länder, deren Einwoh-ner ihre erbaueten Früchte verfahren und sonstige Gewerbevernnttelst der Heerstraßen treiben: so erniedrige ich solchenicht zum Bettelstab. Ich preise sie vielmehr glücklich, wenngründlich erbauet« Wege ihnen jetzt den Vortheil einer ge-ringer,, Anspannung, weniger Zeit zur Reise, weniger Ab-nutzung des Geschirrs, die Bequemlichkeit in jeder Jahrs'zeit zu reisen, und die Kefreyung der Furcht ja Lebensgefahrauf denen Heerstraßen darbieten, auf welchen sie sonst dieFlickarbeit zircern machte. Und wenn, wie ich so wenig alsmeine hiesigen Freunde auf unser» Reisen innerhalb Deutsch-land bemerket zu haben uns erinnern, auf keinem derglei-

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