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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
286
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s§6 Für die warmen Stuken der Landleute.

nicht den Schluß zu machen, daß nicht sehr oft die ersteEinrichtung auf die jetzt gedachte Art gemachet worden.Finden sich gleich auch vielt solche Mühlen in Privalhän-den: so finden sich auch so viele Spuren alter zersplitterte»:Gerichtsbarkeiten und Aemter, daß man auch die Mühlefür einen solchen Splitter ansebrn kann Die Mühle einesEigcnbchörigen kann aus der Gutsherrlichkeit entstandensei)», und die Gutsherrlichkeit ist gewiß auch ein Splitterder Carolingischcn Gerichtsbarkeit; so sehr sie auch jetzt ei-nem Privatrechte ähnlich sieht, und ohncrachtet cs leider soweit gekommen ist, daß ein Leibeigner Gutsherr eines an-dern Leibeignen seyn kann.

Solchergestalt muß man aber das Wort Regal in demallg meinsien Verstandenehmen, wo es jede Befugmß oderjedes Vorrecht eines öffentlichen Amts bedeuten kann

I.X1V.

Für die warmen Stuben der Landleute.

^s gehört mit unter die läufigen Anmerkungen unserer^ heutigen philosophischen Oekonomcn und Acrzte, daßder Landmann des Winters zu warm sitze, und in seinenengen Stuben sich bis zum Ersticken wärme ; und rin Arztder jeden scheinbaren Umstand zu fassen, und nach demsel-ben Brod und Wasser, Bier und Wein, Fleisch und Ge-müse , mit gleicher Annehmlichkeit zu preisen und zu verach-ten weis, giebt den warmen Stuben, wie leicht zu geden-ken , manche Schuld, die sie vielleicht verdient, und auchnicht verdient haben mögen, wir wir allerseits dabin ge»stellet ftyn lassen müssen. Indessen läßt sich doch auch nochmanches zu ihrem Vortheile sagen, das immer noch einigeAufmerksamkeit verdient.

Ein