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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
230
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Lzo Die mehrffen machen sich lächerlich

gern beständig in einer Staatskleidung, und noch wenigerin einer Staaesloune. Drittens würden wir gegen einensolchen Moidor nichr gerne unsre Scheidemünze auskramen,und also in unfern eigenen Augen alberne Geschöpfe bleiben.Diß ist nun ein pro priniv, pro lecvnäo und pro tertio.Mehrere Ursachen darf ein Pedant nicht haben.

Noch gefährlicher aber ist es, und dieses ist der gemein-ste Fall, wenn wir Fehler haben, und doch keinen einzigenzeigen wollen; wenn von der Fußsole an bis zur leerenScheuet alles m der feinsten Ordnung erscheinet. Dakömmr die beleidigte Encrfuchr mit ihrem scharfen Auge,und richtet die Seele so viel st! enger, je weniger der ausser-liche Bau ihr einen Fedl r Preis geben will. Sit bringkGold, welches den Strich gehalten, unter die Capelle, undwehe dann dem armen Sünder, we"n er hier die Probenicht hält! wer gefallen will, muß, wohl zu verstehen, deSandern Narr werde». Er hat nur dir Wahl über die Art.

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Die mehresteri machen sich lächerlich, aus

Furcht lächerlich zu werden.

. . . ^öe ich meinem Junker auch gesagt.

Allein seine Tanc« hat ihm eingepredigt,daß es nicht so schlimm sey, die zehn Gebote zn übertreten,als sich lächerlich zu machen. Was meynen Sie dann, soll-ten unsere Sittenlehrer, die Comödianten und Poeten, derSache nicht zu viel lhun, wenn sie sich zu sehr darauf legen,die Fehler lächerlich zu machen? das Gute und Böse wirdleicht verwechselt; junge Gemächer sind nicht im Stande

solches