IZ2 Also ist das Branteweintrinken
„Wigbolden, gar hoch gestiegen, sondern auch vor-nehmlich das liebe Eetraide dem geringen Mann ab„der Leibesnahrung entzogen, und unnützlich zum„Brantewein verbraucht wird, von dessen ohnmäßi,„gem Saufen je mehr Gelegenheiten sich durch die viel-fältigen Distilliers und Verkäufers hervvrthun, je„mehr Geldes dadurch consumirt, Haus- und Ackcrar-„beit an Seiten gesetzt, und endlich Witz und Ge-„sundheit versoffen wird die Oßnabrükschen Stände in„Demurh und Untcrthänigkeit gebeten haben wollten,„dem Brantewemsbrennen und Verkaufen, zulänglich„Ziel und Maaße zu setz-.n, und darüber die Einrichtung„an den Landrath näckstLonnnnnicarion mit übrigen„Stifsständcu zu verweisen,. . . worauf auch solches„1698 Lecie vacrmte ganz verboten worden.
Und da der Blasenzins auf dem Lande gegen das Endedieses Jahrhunderts in den mehrstcn Ländern seinen An-fang nimmt,
S. Cramcr in odt. -59.1°. in. p. 6-6.vorher aber das Brantewemsbrennen blos den Städtengehörte, und folglich nicht allein in weit geringer Maaße,sondern auch vielleicht anfänglich nur für die Apothekergetrieben wurde: so ist wohl nichts gewisser, als daß un-sre Vorfahren sich eine geraume Zeit um dieses fremdeGetränke beholfen haben, folglich, die allezeit fertige Ein-wendung daß der Landmann und die Schiffsleute sich nichtwohl darum behelfen können, eine gutherzige Wendungunsrer alten Branteweinstrinker oder eine fromme List derBrennereyen - Pächter sey.
Sollten wir aber nicht eine Sache, die unsre Vorfah-ren so lange und so glücklich entbehret haben, auch wie-derum entbehren können?
Etwas