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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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der Industrie. 127

glücklichen und dauerhaften Fortgange derselben mitwürkenmüssen. Was für Mühe wandte Nicolini nicht an, umKinder zur Pantomime zu bilden? Was ist dieselbe aberin Vergleichung des starken Exempels, des beständigen An,führens, und der unaufhörlichen Versuche, wodurch Kin-der in den Nehnaoelnfabriken zu der ihnen eignen Fertigkeitgebracht werden? Jene fällt freylich mehr in die Augen;aber diese ist unbemerkt unendlich. Wie viel heimlicherEinfluß muß auf die Kinder würken, welche zu Güterslohvon ihrer zartesten Jugend an das Garn zu den brabandi-sehen Spitzen spinnen. Wie viel eigenthumlicheHandgriffcmuß das Dorf Brokhagen im Ravensbergischen habe»,welches das Flachs dazu bereitet, da es ihm kein anderDorf hierinn gleich thun kann? Was für eine eigenchünirliche Beschaffenheit muß der Boden um dieses Dorf haben,da auch der Hanfsaame, welcher dort fällt, und hier vonKennern um ein Drittel höher als der Zwollische bezahletwird, einen Hans liefert, der unendlich feiner und seidenhaf-ter verarbeitet werden kann, als aller übriger? Was fürein früher und starker Eindruck gehört dazu, um den Wol-lenspinnern jeden Unterschreit' mit der Wolle als die größteSünde einzubilden? Wie früh wird das Ohr des künfti-gen Virtuosen gewöhnt? welch eine Reihe von Ihren ar-beitet er, um seine Finger, seinen Arm und sein ganzes Ge-fühl zu bilden? Wie anhaltend sind seine Bemühungen?Und wenn solche frühe, starke und große Studien dazu er-fordert werden, um geschickte Leute in jeder Kunst zu bilden;wenn der Einfluß so vieler Excmp- l, wenn eine beständigeGewohnheit, wenn eine ordentlich darauf eingerichtete Sit-tenlehre nöthig ist, um diese Nation mit Lust auf die See,und jene singend in die Bergwerke zu führen; ja, wenn mandem Volke, was zu einer besondcrn Art von Arbeiten aufZeit Lebens gewidmet bleiben soll, mit Hülfe der Erziehung

gleich-