42 Gedanken über bie Ketraidesperre,
jede Gelegenheit laurend, dem stolzen Besitzer dieses denArmen und Nothleidenden unzugänglichen Pallastes, einenheimlichen Schaden zuzufügen. Das andre Glas zeigt eineleutselige Eoelfrau vor ihrer ofncnThür, wie sie dem einenguten Rath, dem andern Hülfe gicbt; ihr Haus ist wie sie,edel und anständig, und von einer Menge schöner Häuserumgeben, die wohlhabenden Einwohnern zugchören müs-sen. Ucberail sieht man die Freude und segnende Augen,welche mit einem dankbaren Blicke nach der guten Frauwinken. Dort tragen hundert Arme Korn vom Hauseweg, hier fahren jubelnde Knechte tausend Fuder wiederhinein.
Glauben Sie mir, mein Schatz, daß ich recht gesehenhabe. Eine Frau war es, obgleich mein Mann mir denKasten verschoben, und ein rechtes Fratzcngesicht, wor-aus man zur Noth einen Mann machen könnte, vorgerrücket hat.
VI l.
Gedanken über die Getraidesperre,
an ven Deutichen s).
wohlan, ich will Ihnen folgende Satze zugeben t
i) Eine jede Regierung ist verbunden, im Falle derNoth die Ausfuhr zu sperre«, so wie zur Pestzeitdie Zufuhr; gleichwie diese ohne Rücksicht auf die
fraker-
») S. Briese eines Deutschen über öffentliche Gegenstände desVaterlandes. Erste Lieferung: vvn der Frnchtsperre. Erfurt, » 77 ».