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1 (1778) Patriotische Phantasien
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der Colonisten. 355

wattige Vortheile genossen haben und dennoch gut beste-hen: warum sollten jene nicht fortkommen? Sie argu-mentum aber überhaupt zu viel, denn es kommt hier nichtallein darauf an, Meyereyen anzulegen: Wir nehmenHandwerker und Profeßionisten auf, und wer nicht bauenwill, der setzet sich zur Heuer, und also haben wir eingroßes Feld mit Colonisten zu besetzen, vor uns.

Ein Eingeborner der reiset, wird die Wissenschaftenvieler Provinzen mit zu Haus bringen, und nichts davoneinführen. Fremde, so sich irgendswo niederlassen, füh-ren ihre Gebräuche ein, und die Alten nehmen das gutedavon an: Der Buchweitzen, die Kartoffeln sind uns vonFremden gebracht, wir haben sie nicht geholct, wennman mich recht unterrichtet hat. Alle glückliche Revolu-tionen in der Oeconomie sind durch Kriege, Emigrationenund Transplantationen entstanden. Wir haben keinegroße Revolutiones nöthig, so roh ist unser Vaterlandnicht; Fremde aber zwischen unsere Einwohner zu setzen,ist noch immer von Nutzen: Es sind in Handwerken undim Ackerbau gewisse Behandlungen, und in denen dahingehörenden Werkzeugen und Maschinen gewisse Vortheile,die nachgeahmt zu werden verdienen. Ich will nicht sa-gen, was für Vortheile in Ansehung der Sitten, der Re-ligion und der Moralität der Einwohner daraus entsprin-gen. Der Umgang mit Fremden macht sanftmüthig undhöflich, und besieget die Vorurtheile, die jede Nation eirgenthümlich hat. Dies sind die Vortheile für die Provinz.

Es gehöret nicht hieher, den Vortheil für den Herrenoder für den Staat zu berechnen, der sonder Zweifel grös-ser ist.

Als ich die Ehre hatte, Ihren Brief zu empfangen,riß mich erst der Strom ihrer Reden hin, und ich giengder Sache nachzudenken aufs Feld. Ich traf einen Bau-

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