und Fallen der Hanseatischen Handlung. 277
alles von vergoldetem Silber überschickten: so wogten siedoch damit die alte Zollfreyheit nicht wieder erlangen: mit«hin andern Nationen den Vorzug abgewinnen. Hiezu kamnun noch das veränderte Cameralintercfse der allerseitigenKönige. Diese, welche ihre Unterthanen nicht mit neuenZöllen und Auflagen beschweren konnten, waren froh, einensilbernen Adler oder eine silberne Venus von den Fremdenzu erhaschen. Wie aber vor und nach die StaatsbedürftNisse allerhand neue Auflagen und Zölle erforderten; unddie Unterthanen sich solchen unterwarfen: hatten sie keinInteresse mehr, gleich den heutigen Afrikanischen und Asia-tischen Machten, den Handel in ihren Landen für ein Ge-schenk Fremden zu verpachten; der Nutze des Landesherrnverband sich mit der Wohlfahrt der eignen Unterthanen.
Um eine kleine Sache mit großen zu vergleichen: sohatten die Hansischen Städte den Plan der Packen: oderBundträger, welche in mchrcrn Städten das Bürger-recht nehmen, und dadurch bürgerliche Freiheiten er-halten; und diePackenträger erleben das Schicksal der Han-sestädte, da ihnen das Einbringen fremder Maaren ausihrer Heymath gestattet, und der Markt mit solcher Waare,die nicht in ihrer Heymath fällt, verboten, und blos Ein-heimischen erlaubet wird. Die deutschen Landesherrn fan-gen an ihr wahres Interesse auf die Wohlfahrt einheimi-scher Unterthanen zu gründen, nachdem sich diese oder diekandstände zu solchen Abgaben bequemer haben, wogegenein silberner Rhinoceros der Packcnträger nicht mehr in Be-tracht kommen kann.