»z8 Gedanken über die Mittel, den übermäßigen
blos die Ehre ihres Geschlechts Das Recht vonr SaamenAbrahams zu seyn, war der Grund ihrer Kriegesrolle, unddas Geschlechtsnegister woraus man sogleich ersehen moch-te, welche Knaben die streitbaren Jahre erreicht und welcheVäter ihre Oienstjahre überlebt hatten, ihr erstes Kataster.
Nach dieser Einrichtung konnte kein Israelit, so langeer die Ebre seines Geschlechts oder fein Bürgerrecht behal-ten wollte, sich für Knecht verkaufen, weil er sich dadurchder Kriegesrolle entzogen haben würde. Ein Israelit hattealso kein Eigenthum an seiner Person.
Allein auf der andern Seite hatte nun auch ein Mann,der ausser seinen gesunden Gliedern nicht? eigenes befaß, garkeinen Credit für irgend ein Kapital. Um den üblen Fol-gen, welche daher entstehen konnten, vorzubeugen, erlaub-te Moses jedem Israeliten, sich ohne Nachtheil seiner bür-gerlichen Ehre, auf 6 Jahr verkaufen, oder welches einer-lei) ist, so viel Geld auf seine Person borgen zu können, alser in 6 Jahren wieder abverdienen konnte. Damit aberhievon kein Misbrauch gemacht, und kein Israelit sichdurch Verschwendung, Trägheit oder Feigheit auf mehrereJahre dem Kataster ent iehen möchte: so verordnete er zu-gleich, daß man demjenigen, welcher langer in der Knecht-schaft bleiben würde, öffentlich und feyerlich ein Loch durchdie Ohren bohren und ibn ewig für einen Knecht halten soll-te; ohne Zweifel verlohr ein solcher dadurch zugleich seinErbrecht und sein Name ward im Geschlecdtsregifter getilgt.Mächtige Bewegungsgründe für eine empfindliche Nation,um sie auf der einen Seite von einer muthwilligen Ver-schwendung ihres persönlichen Eigcnrhums abzuhalten, undauf der andern Seite der Trägheit und Niederträchtigkeitzu steuren, womit mancher eine ruhige Dienstbarkeit denöffentlichen Kciegeslasten vvrgezogen haben würde.
So