entschiedene Stilwandlung im Sinne goldschmiedmäßiger Verfeinerung ein-getreten ist. Charakteristisch für die Reihe, die in den Jahren 1546 und1547 entstand, ist der flach und breit verlaufende Schulterabschnitt, derbisweilen ein Datum trägt. Den Übergang von dieser zu der vorigenReihe bildet das Heiler’sche Ehepaar, 1537, ebenfalls mit Kanne be-zeichnet 1 . Die Verbindung zwischen dieser und der Herzog Albrecht-Gruppe von 1525/26 stellen dann Christoph von der Schulenburg undAnna Alvensleben her, deren 1533 datierte Medaille M. Bernhart beibrachte 2 .
Somit wäre das Schaffen des Hans Schenck einigermaßen zuübersehen. Hier ein Überblick über seine Entwicklung:
1524 u. 25 Gruppe des Luther: Martin Luther, Hans Schenck d. Alte,Wilhelm von Brandenburg: Habich, D. M. S.241. Menadier No. 579.
1525 u. 26 Albrecht und Dorothea von Preußen, 3 Stück, Taf. V 1,2 u.Abb. 2 (S. 31). — Christoph Sydlowiecki Taf. V3.
Sigismund von Polen.
1533 Schulenburg - Alvensleben, Archiv II, Taf. II. 7 u. 7a.
1535 Joachim II. von Brandenburg, Menadier Taf. 4, 18.
1537 Reihe der kleinen Fürstenmedaillen, 8 Stück. 1537 AlbrechtDürer (1528), Archiv II, Taf. II. Habich, D. M. Taf. X4ff.
1537 Joachim von Brandenburg: Menadier Taf. 4, 19. 1537 Luther
und Melanchthon: Archiv II, Taf. II, 8 u. 8a. 1537 Johann und
Margarethe Heiler: Archiv II, Taf. II, 10 u. 10a.
1544 Jorge Schewecke, Abb. 1. 1544 Albrecht von Preußen, 3 Stück,
Menadier Taf. 72/73, 550—52.
1547 Karl V. Groß und klein. 2 Stück. 1547 Barnim, Philipp undMargarethe von Pommern, 7 Stück: Taf. IV2—4.
1548 Erzbischof Friedrich von Magdeburg, Menadier Taf. 8, 53.
An diesem Punkte verdanke ich eine wesentliche Förderung dentiefschürfenden Studien 0. Gesserts, deren Ergebnisse oben S. 1 ff.niedergelegt sind. Mit Recht zieht Gessert die kleine Medaille desAnton Wid hier an, die ich dem Solmser Meister (Dietrich Schro)zugeteilt hatte 3 . Wie Gessert nachweist, gehört auch sie nach Pommern,
1 Deutsche Medailleure, S. 180. — Kat. Lübbecke 366. — Archiv II, Taf. II, 10 u. 10a.
2 Archiv II, Taf. II, 7 u. 7a.
3 Zwischen Schro und Schenck besteht eine auffallende Berührung in den Medaillender beiden Sabinus, die noch der Klärung bedarf. Anton Wid bestätigt mir, nebenbei
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