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Carl Friedrich Goldenberg war der jüngste Sohn desChamois - Fabrikanten Heinrich Goldenberg in HalsenbergBürgermeisterei Dhün im Amte L ennep im Herzogthum Berg,welches zur Zeit seiner Geburt derf 11. November 1798 einen Theilder Staaten des Kurfürsten von Bayern Maximilian Joseph aus-machte. Er verlor seinen Vater bereits im Jahre 1805 und nur 4Jahre später seine Mutter, um so trauriger für ihn, je unsichererdie politischen Zustände seiner Heimath sich gestalteten. Inzwischenhatte der Kurfürst von Bayern bereits am 15. März 1806 das Her-zogthum Berg gegen das Fürstenthum Anspach-Baireuth dem KaiserNapoleon abgetreten und dieser dasselbe seinem Schwager Joachimübertragen, welcher als Grossherzog von Berg in den Rheinbundeintrat. Diese Herrschaft dauerte aber nur bis 31. Juli 1808. Muratwurde König von Neapel und das Grossherzogthum Berg im Namendes Kaisers der Franzosen verwaltet, bis dieser es am 3. März 1809seinem Neffen, dem unmündigen Sohne Louis Napoleon’s des Königsvon Holland übergab. Der Kaiser führte die Vormundschaft undso blieb die französische Verwaltung, bei der aber zum grösstenSchaden des Landes Frankreich durch die Zollgrenze abgesperrt war.
Als daher Goldenberg im Jahre 1811 von seinem ältestenBruder einer Privatschule in Jülich übergeben wurde, die einerseiner früheren Lehrer dort errichtet hatte, siedelte er aus einemvon Franzosen verwalteten Lande nach Frankreich über. Bis dahinhatte er im elterlichen Hause durch Privatlehrer Unterricht erhalten,der, vielfach unterbrochen, schon von früher Kindheit an ihn aufdas eigene Lernen verwies. So hatte er nur eine ziemlich unsichereGrundlage seiner späteren Bildung gewonnen, als er nach Jülichkam. Er zeichnete sich hier recht bald durch seine Kenntnisse imRechnen und in der Mathematik aus, so dass er noch im Knaben-alter als Hülfslehrer in dieser Schule benutzt wurde — eine Be-schäftigung, welche ihn dem Berufe zuführte, dem er sich spätergewidmet, und in welchem er eine ehrenvolle Stellung erworben hat.