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Lieder zur Abschieds-Feier für Herrn Rechtsanwalt Justizrath Frings : am 9. October 1880
Entstehung
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Was ihn immer auch beweget,

Daß sein Amt er niederleget,

Laut zu zeugen ziemt's mir heut',

Daß ihm Lob und Preis gebühret,

Weil er's ehrenvoll geführetSchon seit langer, langer Zeit.

Galt es, freies Wort zu sprechen,

Sah man manche Lanz' ihn brechenFür der Unschuld gutes Recht;

Sah ihn kämpfen, sah ihn siegenGegen Unrecht, Trug und Lügen,Advokatus brav und acht.

Galt es Kosten festzusetzen,

Wollt' er nie College» petzen,

Stets die Billigkeit er fragt.

Galt es einmal Recht zu sprechen,

Thät er nie den Stab gleich brechenUeber den, der angeklagt.

Ungern seh' ich ihn d'rum scheidenMag den Frings nicht gerne meidenIn dein Kranze, der mich ziert,

Seltner werden ja die AltenUnd von jungen Rechts-AnwältenWird mir Manches vorplaidirt.

Doch wie sich die Zeiten ändernOb sie rennen, ob sie schlendern,

Eins bleib' Norm für jung und alt:Hoch halt' seinen Stand in EhrenUnd zu Recht und Wahrheit schwöreJeder deutsche Rechts-Anwalt.

Weil denn Frings heut von uns scheidetIhm die Ruhe nicht beneidet,

Nein von jedem Munde kling's:

Möge Gott ihm langes Leben,Wohlergehu und Freude geben,

Hoch leb' Herr Jnstizrath Frings.

DüIMdors, Zlabl'jchc Bnchdr,