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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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Er war es, der Johann Michael Hertmanni (16161670) zu seinem Geheimraternannte und auch sonst öfters zu diplomatischen Zwecken verwandte. Oben(Seite 40) habe ich schon erwähnt, in welch hohem Ansehen Johann Michaelbei dem .Pfalzgrafen stand. Auch sein Sohn Johann Bernhard Hertmanni(16471695) stand dem Pfalz grafen nahe, wie die Seite 65 abgedrucktenBriefe bezeugen. Daß dadurch auch noch seine 3 Brüder Philipp Wilhelm(16521691), der Rentmeister zu Brüggen war, Johann Caspar (16491710),der Vogt zu Brüggen war, und Johann Michael (16591710) in pfalzneu-burgische Dienste kamen, ist leicht erklärlich, auch ihr Schwager Gerhard Heinrichvon Schoenebeck (gest. 1695) war pfalzneuburgsscher Hofrat.

Pfalzgraf Philipp Wilhelm hatte mittlerweile nach dem Tode des Kur-fürsten Karl von der Pfalz 1685 die Kurwürde erhalten. Infolgedessen findenwir seit dieser Zeit bei den Hertmannis den TitelKurpfälzischer Rat" usw.Der Kurfürst verlegte seine Residenz nach Heidelberg, die nördlichen Herzog-tümer wurden von Düsseldorf aus durch seinen Sohn Johann Wilhelm ver-waltet, der auch nach dem im Jahre 1690 erfolgten Tode seines Baters inDüsseldorf verblieb, weil Heidelberg 1689 durch die Franzosen zerstört wordenwar. Während der 26 Jahre seiner Regierung hielt er in Düsseldorf einenäußerst glänzenden Hof. Die Stadt erlebte unter ihm ihre höchste Glanz-periode.

Kurfürst Johann Wilhelm nahm viele Evangelische, die sich in dem katho-lischen Köln nicht mehr halten konnten, in dem zum Herzogtum Jülich gehören-den Mülheim am Rhein auf. Von ihm ist uns das Wort überliefert:Wenndiejenigen, die ich als meine Untertanen aufnehme, sonst nur brave Leute sind,bieder und gehorsam, so pflege ich nicht nach ihrem Katechismus zu fragen".

Unter seiner Regierung finden wir aus der Familie Hertmanni folgendeGlieder in öffentlichen Ämtern wirkend:

Gerhard Heinrich von Schoenebeck, der Gatte der Katharina Elise Hert-manni 774 als Hofrat zu Düsseldorf,

Johann Michael Hertmanni2007 als pfalzneuburgischer Geheim-sekretär und Amtsverwalter zu Bergheim,

Friedrich Christian von Hertmanni7004 als kurpfälzischer Hofratund Syndikus der Iülich'schen Landstände,

Wilhelm Adam Joseph von Schoenebeck 776 als kurpfälzischerHofrat.

Als Kurfürst Johann Wilhelm 1716 starb, folgte ihm sein Bruder KarlPhilipp in der Regierung (17161742). Er verlegte. seine Residenz end-gültig in die Pfalz und hat seine niederrheinischen Gebiete niemals betreten.Als Reichsvikar erhob er 1741 den Wilhelm Joseph von Hertmanni 729in den Reichsfreiherrnstand. In seiner Regierungszeit waren von Hertmanni'sin öffentlichen Stellungen weiter tätig:

Peter Theodor von Hertmanni2662 als Holzgraf in Pulheim beiKöln,

Franz Theodor von Hertmanni7624 als kurpfälzischer Geheimratund Syndikus der Iülich'schen Landstände auf Haus Brempt,