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Unter ihm dienten Johann Gabriel Hertmann! —4022— und AndreasHertmanni —4026— als Amtsverwalter ln Brühl. Franz Joseph AloysHertmanni —4022— war damals Schultheiß in Brühl. Der Kurfürst soll inseiner Familie verkehrt haben. Franz Anton Hertmanni —2044— war Hofratund Notar in Bonn. Endlich wäre zu nennen Philipp Joseph von Hilgers,der Ehegatte der Sophie von Dhaem —4/27—, der kurkölnischer Landes-hauptmann war.
XIV.
Die pfalzneuburgischen Herren und die Beziehungender Hertmanni's zu diesem Herrscherhause.
Eine große Zahl von Hertmanni's führte den Titel „PfalzneubuvgischerRat" oder „kurpsälzischer Rat." Wie kamen die Pfälzer Fürsten nach Kölnund an den Niederrhein?
Als im Jahre 1609 mit dem Tode des schwachsinnigen Johann Wilhelm,des Herzogs von Jülich, dies Herzogshaus ausstarb, stritten sich mehrereFürsten um den Besitz des Herzogtums Jülich, zu dem auch die HerzogtümerCleve und Berg gehörten. Dadurch entstand der jlllich-clevische Erbfolgekrieg(1609—1614), der mehrere Jahre hindurch großes Leid über die Länder amNiederrhein brachte.
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg und Pfalzgraf WolfgangWilhelm von Neuburg, die auf Grund ihrer verwandtschaftlichen Beziehungendas meiste Anrecht hatten, verbrüderten sich anfangs zu gemeinsamer Ver-waltung des Landes in Düsseldorf gegen den Kaiser, der ebenfalls Ansprücheauf das Land erhob. Ihr Bund sollte dadurch befestigt werden, daß WolfgangWilhelm die älteste Tochter Anna Sophie des Brandenburgers heiratete.Aber als der Pfälzer als Mitgift das ganze Herzogtum forderte, gab derKurfürst Johann Sigismund dem Pfalzgrafen eine schallende Ohrfeige.Natürlich war es jetzt mit der Einigkeit aus. Jeder von beiden suchte sich in denBesitz des Landes zu bringen. Der Pfalzgras rief spanische Truppen zu Hülfeund der Kurfürst holländische. Auf deutschem Boden nisteten diese Truppen sichein. Es kam zu mannigfachen Kämpfen, 1614 vertrugen die beiden Prätenden-ten sich im Vertrag zu Tanten, aber die fremden Truppen blieben; WolfgangWilhelm wurde katholisch und darnach ein heftiger Verfolger der Evangelischen.Erst nach seinem Tode (im Jahre 1653) kam 1666 ein Vergleich zwischen Bran-denburg und Pfalzneuburg zu Stande, wonach Jülich, Berg und Ravensteinendgültig an Pfalzneuburg fielen, während die nördlichen Teile Cleve, Markund Ravensberg in den Besitz des inzwischen zur Regierung gekommenenGroßen Kurfürsten kamen. Aber wie hatte das Land in dieser Zeit gelitten!
Der erste Pfalzgraf, zu dem die Hertmanni's in Beziehung traten, warder Sohn Wolsgang Wilhelms, nämlich Philipp Wilhelm (1663—1690).