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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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Der Ehegatte der Maria Anna Hertmanni 57, der GerichtsschöffeChristian Ostman,

Johann Gabriel Fabri 69 zu Düsseldorf und Bonn. Er war 1704Bürgermeister und seit 1716 Kammerrat und Hofsekretarius zu Bonn,Johann Christian Außem55 Gerichtsschösfe zu Köln,und endlich der 1. Ehegatte der Anna Maria Theodora von Schoene-beck 778, der kurfürstliche Hofrat und Domsyndikus JohannAndreas Saur.

b) Clemens August 17001761.

Er war geboren am 16. 8. 1700, ein Neffe von Joseph Clemens undebenfalls ein bayerischer Prinz. Er folgte seinem Onkel im Jahre 1723 aufdem erzbischöflichen Thron von Köln, wenn er auch erst am 4. 2. 1745 zumPriester geweiht wurde. Da er gleichzeitig Bischof von Paderborn, Münster,Hildesheim und Osnabrück, ferner Dompropst in Lüttich und Großmeister desDeutschen Ordens war, er somit den größten Territorialbesitz im nordwestlichenDeutschland besaß, so war sein Einfluß in der europäischen Politik rechtbedeutend.

Sein Wahlspruch: dion midi, seck populo (Nicht für mich, smtdern fürmein Volk) war ihm nicht nur ein leerer Schall, sondern er lebte auch darnach.Er wirkte Gutes, wo es ihm möglich war. Durch seine Freundlichkeit undLeutseligkeit hat er sich die Herzen seiner Untertanen gewonnen.

Da ihm als Inhaber von 5 Bischofssitzen reichliche Geldmittel zur Ver-fügung standen, konnte er ganz seinen künstlerischen Interessen leben. EineNeihe ganz hervorragender Bauten entstanden unter seiner Regierung. Wirerinnern nur an die herrlichen Schlösser zu Brühl und Poppelsdorf, wobei unshier besonders interessiert, daß das Brühler Schloß nach den Plänen seinesHofbaumeisters Johann Eonrad Schlaun erbaut wurde, der als Mitglied derFamilie Orth ab Hagen, dem Brühler Zweig der Familie Hertmanni, anver-wandt war.

Der Bruder des Clemens August wurde 1742 deutscher Kaiser als Karl VII.Infolge der nahen Beziehungen, in denen der letzte Freiherr von Hert-manni 740 zu Clemens August stand als sein Truchseß, erklärt es sichwohl auch, daß dieser Hertmanni im Jahre 1742 zur Kaiserkrönung nach Frank-furt zog. (Siehe Seite 76.)

Ebenso wie sein Bruder verfolgte Clemens August eine ausgesprochenefranzosenfreundliche Politik und stand im Polnischen Erbfolgekrieg (1733 bis1735) auf Seiten Ludwigs XV. Französische Einflüsterungen und Geldver-sprechungen brachten es mit sich, daß er 1751 und 1753 einen Subsidienvertragmit Frankreich schloß, auf Grund dessen er am Siebenjährigen Krieg gegenPreußen teilnahm. Hierunter hatte seine Erzdiözese Köln schwer zu leiden.Als nun gar nach der für Friedrich den Großen siegreichen Schlacht bei Leuthen(1757) sich England im April 1758 entschloß, auf die Seite Preußens gegen diealten Feinde alles Deutschtums, zu treten, da schlug ein von England aus-