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1 (1928) Die Familie Hertmanni
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in der Umgegend von Rüthen bei Geseke liegende Lehn- und andereGrundgüter fielen. Bernhard war 1505 Pfarrer an St. Petri in Geseke.Wegen seiner ausgezeichneten Kenntnisse wurde er 1522 nach Köln berufen.Sein hohes kirchliches Ansehen veranlaßte den Erzbischof Hermann vonWied (15151546), der dadurch besonders bekannt ist, daß er evangelischgesinnt war, ihn mit mehreren Klerikern im Jahre 1554 nach dem SchlossePoppelsdorf zu berufen, um mit dem zu Luthers Lehre übergetretenen ehe-maligen Dominikanermönch Martin Bucer ein Religions-Kolloquium zu halten.Als Mitglied des Domkapitels und besonders als Kanzler des Erzstiftesarbeitete er mit großem Eifer gegen die luthersche Lehre und drang besondersauf Entfernung des Martin Bucer aus der Umgebung des Erzbischofs Her-mann von Wied. Das Domkapitel sandte demselben am 1. Oktober 1543 eindazu aufforderndes Schreiben. Als Hermann von Wied darauf nicht ein-ging, wandte man sich an den Papst und an den Kaiser, die den des Luther-tums verdächtigen Erzbischof zur Niederlegung seines Amtes zwangen. Dietreibende Kraft dieses Widerstandes war Bernhard. Wie groß die Erbitterungder Evangelischen gegen Bernhard ab Hagen war, ergibt sich daraus, daß,als er vom Schlag getroffen eines Morgens tot am Bett gefunden wurde,die Evangelischen dies als Strafe Gottes wegen seines Widerstandes gegenLuthers Lehren auslegten. Bernhard wurde im Dom am ersten Pfeiler dessüdlichen Kirchenschiffs beerdigt, an dem sein Epithaphium angebracht warmit folgenden Versen: :

^.b HaZen eximium Lernaräum canäiäs pellus

8eä buius exortum V^estpbalia terra lleäit.

Sulus in eZreZio lull inclyta corpore virtus.

IntsAritos klclei non violata sacrae.

0 luZenäa (lies atro nutancla oapillo,

Sua kera mors tantum sustullt orbe lleeus.

Uraepositus ecl ^nclream, nee non ^letropolitanas ecclesiae Lolonien-

sis Uresb^ter Sanonleus, et Lersnisslml Soloniensis Sanceliarius U. D.

Lernarclus ab HaZen obiit 1556, Z. Oetobr.

R. I. ?.

In den Zeiten der französischen Revolution von 1790, wo das Schiff desDoms mehrmals als Magazin für Stroh und Heu gebraucht wurde, ist dasDenkmal mit mehreren anderen zu Grunde gegangen. In der Nordsakristeider St. Georgskirche in Köln hängt ein großes Ölgemälde, die §4ateräolorosa darstellend, worunter das Orth ab Hagen'sche Wappen, eine weißeMuschel im blauen Felde, mit der Unterschrift gemalt ist: Dom. virginli^atri, Divo SeorAo, ex memoria R. O. ab HaZen.

Seine Schwester Sibylla ab Hagen war in erster Ehe verheiratet mitRabanus Plagmar, ihre Tochter Gertrud war die Frau des Theodor Pape inWerl, des Paters des Kölner Lanonkcus Beda Pape, des 1577 in Köln dieBeda Pape'sche Stiftung für 2 Studenten mit etwa 70 Thalern errichtete.In 2. Ehe war Sibylla vermählt mit dem Bürgermeister Liborius von Ortbkn Geseke. Aus dieser Ehe stammte Eonrad von Orth. Dieser Conrad erbte