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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
Seite
356
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jeden zu 80 alb. auszuzahlen und Sorg zu tragen, daß auf gewisse undganz sichere unterpfände wieder angelegt werden; maßen bis dahingemelter Hoff vor die 4000 Rthlr. Capitalgelder auch jährliche ?en«ionsnVier von jedem 100 Verstrickt und Lllicirt seyn und bleiben solle; danun ostbesagtes Kloster der Ursuliner die völlige Einfolg dieser kunckationheilig versprochen und jezige desselben Obrigkeit und aonventuslinnsnvor sich und ihre Nachkömmlinge darvon reversiren würden; sollen meinetestamentarische anverordnete Herren Txecutores dem Kloster die übersolchen meinen Hoff sprechende und vorhandene Briefschaften (: auf denfall, daß meine nächste unverwandten auf Maaß und Weiß wie obenVermeldet selbigen nicht anverlangten:) gegen deren OesiZnutlon undschein zwarn beständigen; deren Zurückforderung aber bey nicht gelebungdes gethanen und reversirten Versprechens zu allen Zeiten re8ervirtbleiben; maßen dann bey solcher revocations Begabenheit und Veran-lassung conckicionirtsr weiß und Manier vier Mägdger und Töchter,Wann schon im jüngeren Alter als oben vermeldet bei den Iesuitessenallster in die Schul gethan, in denen Glaubens artikeln wohl unterwiesenin der Andacht und Fromheit auch andern Tugenden auferzogen, dieihnen anstehende Arbeitswissenschaft anerlernet und selbige aus obigendes Höffes jährlichen Intraden und Rhenten entweder oder aus denPensionsgeldern zu gleichen Theilen soweit selbige zulangen, unterhaltenund die aus solchen Rhenten gemachte oder die Pensionsgelder an solchevier Mägdger oder Töchter das ganze Jahr durch auf einfallende siebenFesten der allerhöchstgebenedeyten Mutter Gottes Mariae zu sonderbarenEhrenderoselben sieben Freuden und sieben schmerzen, nämlich am festLichtmeß, Mariae Verkündigung, Mariae Heimsuchung, Mariae Himmel-fahrt, Mariae Geburt, Mariae Opferung und dann Mariae Empfängniß(:wann sich so fügen kann:) ausgetheilt, von ihnen täglich eine heiligeMeeß gehört und darin für mich armen Sünder und den Verstorbenenaus der Hertmannischer Familie eifrigst gebetten werden; meine Anver-wandte nachmalen inständigst ersuchen, daß sich aus ihrer anverwand-licher zu Ehren und Glorie des allerhöchsten Gottes, der heiligen Jung-frauen Mariae und aller heiligen gereichender sorgfalt die conservatlonund unverbrüchliche Gelebung durch eine wachsame Inspection recommsn-äirt seyn lassen wollen, welches dann um damehr anverhosfe, weilenselbige zu der Seelen Trost hernächst mit gedeylich seyn wird, auch dies-fals ein Verdienst und göttliche beneäiation Leibs und der Seelenanerworben und zu gewarten haben können, zu urkundt und Destätti-gung alles habe gegenwärtige kunäutlon und dazu Verordnetes I^eZutum(: wovon meine testamentarischen Herren Lxecutoi-es gleich nach erfolgtermeiner tödlichen Hinscheidung ?utrj Ouurämno und denen provisoribusder Katholischen Gemeinden in der Stadt Hamm durch Überschickung einerglaubhaften Lopey nachrichliche Wissenschaft abgeben wollen:) selbstengeschrieben und unterschrieben, auch mit meinem gewöhnlichen Petschaftbetrückt, so geschehen bey Einrichtung dieser kunckatlon und Vermachtniß.Kölln den ersten Tag Monaths Martii 1710.

(I-. 8.) gez. I. Wilhelm Hertmanni.