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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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2. Der Buchelshof war ursprünglich im Besitz einer Familie Büchel,deren Angehörige schon 1577 als Beschirmer der Burg Godesburg mit auf-geführt werden. Der Hof war nahezu 100 Morgen groß und abgabepflichtigan die Kirche Maria im Capitol in Köln. Durch Heirat kam das Gut in denBesitz der Familie von Crümmel. Im Jahre 1692 nahmen die Crümmel eineAbgrenzung ihres Besitzes mit den ihnen benachbarten von Enbaven vor.und so finden wir 1695 den Hosrat Johann Adam Enbaven als Eigentümerdes Buchelshofs. Dieser Johann Adam Enbaven scheint ein Bruder des obenerwähnten Or. Johann Caspar Enbaven gewesen und von diesem beerbtworden zu sein. Jedenfalls wird der Hof von des Letzteren SchwiegersohnFriedrich Christian Hertmanni — 7004 — in dem auf S. 399 abgedrucktenTestament als sein Eigentum erklärt. Sein Enkel, der Kanonikus Max JohannAndreas Hertmanni — 7027 — meldete sich im Jahre 1763 nach dem Todeseiner Mutter für den Buchelshof als empfangsberechtigt. In den Registernvon 1793—1794 findet sich der Hof noch als simpelpflichtig angeführt. DieBezeichnung „Enbavische Burg" für die Besitzung hat sich sehr lange erhalten.Im Bönnischen Intelligenzblatt vom 29. 3. 1791 und 1792 wird sie unter dieserBezeichnung für Kurgäste zum Mieten während der Kursaison angeboten.

Der Buchelshof kam nach dem Tode des Kanonikus Franz Philipp vonHertmanni —7020—, der ihn geerbt hatte, im Jahre 1827 zu )4 an dieFamilie von Dhaem und zu )4 an die Familie von Hontheim.

3. Als weiterer Grundbesitz der Hertmanni's in Godesberg wird vonWiedemann in seiner Geschichte Godesbergs ein Weingartenhaus zuPlittersdorf angeführt, welches 1666 als adelig bezeichnet wird und alsdessen Eigentümer 1670 „ Or. Hertmanni Erben" bezeichnet werden. DiesesWeingartenhaus war 1)4 Morgen groß, und es gehörten zu ihm 2)4 MorgenWeinland und 2 Morgen Acker. Des Ferneren wird 1772 ein HertmannischerGrundbesitz erwähnt, welcher in Godesberg an das Marienforster-Klostergutangrenzte und endlich ein Hoflehen des Siegburger Hofes zu Muffen-d or f, welches ein Hertmanni im Jahre 1785 inne hatte. Noch in den Jahren1793—1794 war ein Hertmanni in Godesberg simpelpflichtig.

Bei dem Mangel aller näheren Angaben läßt sich heute nicht mehr sagen,wer diese Hertmannis gewesen sind. Wir glauben jedoch nicht fehlzugehen,wenn wir in dem erwähnten Or. Hertmanni den Geheimrat Or. JohannMichael Hertmanni — 48 — erblicken. Seine Tochter Anna Katharina — 68 —war mit dem kurkölnischen Geheimrat Fabri zu Bonn verheiratet, welcherneben seinen Besitzungen in Bonn sich Grundbesitz in der nächsten Umgebungzu erwerben suchte. So hat er von den Erben Or. Hertmanni im Jahre 168418 Morgen Busch im Kottenforst, im Gebiete von Godesberg längs der Vennegelegen, gekauft. Auch seine Kinder waren lange eifrig bemüht, ihren Besitzin der Godesberger Gegend zu vergrößern, sodaß die Fabri im 18. Jahrhundertdie wichtigsten unter den Familien der Bonner propsteilichen Lehnsträgerwaren. Noch im Jahre 1793—1794 erscheinen sie als Grundbesitzer in Godes-berg und als solche abgabepflichtig.

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