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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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monath todes verfahren ist, mithin der bey demselben gebrauchteWundartz mich täglich wegen der prätendierenden Artzkösten an-mahnen.

Dahero gelanget an Ew. gnade meine wiederholte demütigeBitt, die selbe geruhen vorhin gebettener maßen die reichige Ver-fügung zu thun.

Ew. gnade

demütige

2. Dez. 1722. Wittib Hertmanni.

Es ist ein ganz fürchterliches Deutsch, das da gebraucht worden ist. Wie istdies Schreiben zu erklären?

Es handelt sich um den Sohn des Johann, unfern Johann Caspar. DieWittib ist die Adelheid geb. Kessel. Johann Caspar war Student an der Köl-ner Universität. Manövrierende Soldaten der Kölner Stadtwehr haben beimScharfschießen den Johann Caspar aus Versehen erschossen. Seine Mutterhatte sich an den Rat der Stadt gewandt um Erstattung der Arztkosten; dieserhat mit seiner Antwort gezögert, und daraufhin schreibt Adelheid vorstehen-den Brief.

Johann Caspar war 1703 geboren und starb im Alter von 19 Jahren am27. 7. 1722. Zu St. Christoph in Köln ist er begraben. Im Sterberegister vonSt. Christoph lesen wir*): 28. llulius 1722 vespert sepultus aäolsseens I).Laspwrus Dartmanni (d h. er wurde in der Abendstunde beerdigt). Wir dür-fen daraus den Schluß ziehen, daß Adelheid in ihrem Witwenstande sich öftersim elterlichen Hause der Kessel am Gereonsdriesch aufgehalten hat.

4025 7. Johanna Maria Margaretha. Sie wurde Nonne im Kloster St.

Gertrud zu Köln. Dieses Kloster befand sich an der Kirche St. Ger-trud und ist mit ihr 1802 niedergelegt worden. Es stand in der Näheder Kirche St. Aposteln am Neumarkt, da, wo die heutige Getruden-straße auf den Neumarkt mündet.

Als Todesdatum der Johanna Maria Margarethe Hertmanni gibtv. d. Ketten den 24. 1. 1723 an?)

4026 8. Johannes Andreas Michael. Er wurde am 27. 11. 1704 als das

jüngste Kind der Eheleute Johann Hertmanni und Adelheid Kessel zuSt. Christoph in Köln getauftch: 27. 11. bapti-atus e8t lloes ^.n-clreas l^lielmel lilius praenobilis Domini lloannts Dermannt Domini2 u koZZem et ^Vclslbeiclis Kessel coniuZum. Datrini praenobilisDominus lloes ^.nclreas Osrarilus 8aur et ^nna KeZina LbristinaValort."

Pate Andreas Sauer war Hofrat in Köln und damals verlobt mitder Cousine des Täuflings, der Anna Maria Theodore Schoene-beck ( 448). Die Regina Christina Fabri war ebenfalls eine Cou-sine des Täuflings ( 92).

*) Kölner Kirchenväter St. Christoph 48. 34.

von der Ketten, Kölner Stamm- »nd Wappenbuch.2 ) Kölner Kirchenbücher 47, 72 St. Christopherus.