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26. 3. 1694: Johann Michael Hertmanni, Lhurpfälzischer Landschreiberdes Oberquartiers Herzogtumbs Gülich, und Anna Maria Sara vonSchoenebeck nehmen von dem Convent zum Lämbchen auf der Burg-mauer ein Darlehen von 800 Rthlr. auf und verpfänden ihr im Coll-nischen zu Auenheim, dingsmahls Buistorff gelegenes Gut?)
So wird Johann Michael allmählich Alleineigentümer geworden sein, denn1695 wird er D. Hertmanni als Dezimator für verpflichtet erklärt, zur Unrer-haltung der ewigen Lampe in Auenheim Raps zu liefern und die Kirchhofs-mauer „von Mitternacht bis Morgen" (d. h. von Norden bis Osten) in Steinzu halten. Im Jahre 1700 liegt dem Hertmanni-Hof auch die Pflicht ob, fürden 4. Teil des Kirchenschiffes zu sorgen.
Uber die Geschichte des Auenheimer Hofes nach dem Tode des JohannMichael ist folgendes zu berichten:
29. 11. 1706. Die Witwe des zeitlebens Churpfälzisch Iülicher Land-schreiber gewesenen Johann Michael Hertmanni Anna Maria Sara vonSchoenebeck und Johann Hertmanni als angebohrener und besonders bestellterVormund für die minderjährigen Kinder Peter Dietrich. Wilhelma Catharina,Johann Bernhard, Maria Gertrud, Philipp Andrießen, Peter Joseph und MariaAnna erklären dem Cöllnischen Hofrat Rudolf Adolf von Geyer und seinerFrau Maria geb. von Grewe ein Kapital von 50 Reichsthlrn. zu schulden undverpfänden wieder den Hof in Buistorff?)
Der hier erwähnte Johann ist der jüngste Bruder des Johann Michael.Nach dem Tode des Johann wurde der kurkölnische Hofratssekretär JohannGabriel Fabri — 69 —> der ein Neffe des Johann Michael war, zum Curatorder minderjährigen Kinder bestellt. Unter dem 20. 4. 1713 wird ihm nach demProtokoll des Gerichts zu Büsdorf") für die 3 damals noch minderjährigenKinder aufgetragen, „das der Witwe und deren Kinder gehörige Haus mitGarten und Ländereien zu Kirchawenheim, Hertmannis Hof genannt, zu ver-kaufen", da das Besitztum so stark belastet sei, daß die Hypothekenzinsen nichtmehr herauszuwirtschaften waren. Als Käufer treten in einem Akte vom16. 2. 1715 die Schwestern Canto aus Köln auf. Der gezahlte Kaufpreis betrug5400 Rthlr. zu 78 alb. Cöllnisch.
In der schon mehrfach erwähnten und auf Seite 380 abgedruckten Chronikdes Freiherrn von Hertmanni — 719 — ist auch vom Gute Auenheim die Rede.Da heißt es: „Das kürzlich verkauft und anjetzo von H. Comtur St. jois et Cor-dule besessen wird, der dasselbe Gut vor wenig Jahren vor 23 000 rthlr. ge-kaufft hat, wie jetziger H. Comtur selbsten gesagt hat." Ob die Nachricht dieserChronik, die etwa aus dem Jahre 1733 stammen mag, richtig ist, kann nichtmehr festgestellt werden. Vielleicht war das Gut mittlerweile in zweite Händeübergegangen.
Wo dieser Hof in Kirchauenheim gelegen hat, ist völlig unbekannt.
st Düsseldorfer Staatsarchiv, Akten des Lämmchenkonvents (47, 48, 50jst Düsseldorfer Staatsarchiv, Vol. 186.