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Schaf, einem Kalb, l2 Hühnern und 4 Reichsthalern für Wein, Brot und Ge-würze versehen werden, ferner mit 4 Karren Holz, halb für sich und halb fürdie Ordonnanzen in Dülken und Brüggen.
Lange hat sich de Lalane dieser erzwungenen Gastlichkeit nicht erfreuenkönnen, denn im März des darauffolgenden Jahres wurden die Franzosenvon kaiserlichen, brandenburgischen und holländischen Truppen entscheidendgeschlagen. Aber die Bedrückungen hörten doch darum nicht auf. Der Freundlastete ebenso schwer auf dem Lande wie der Feind. Die eigenen landesfürst-lichen Regimenter, die zum Schuhe der Bevölkerung vor plündernden Streif-kolonnen angeworben waren, verfuhren mit ihren eigenen Landesgenossen fastnoch herzloser als die fremden.
Im Frühjahr 1702 sehen wir wieder den französischen Marschall de Bou-flers mit einem Heere von 30 000 Mann in das Amt Brüggen einrücken undsein Lager bei Breyell aufschlagen. Alle Frucht im Felde wurde weit und breitverdorben. Zwar mußten die Franzosen im selben Jahre noch den verbündetendeutschen Heeren wieder weichen, aber die Kriegskontributionen für das eigenekurfürstliche Heer blieben. Bereits im August 1702 wurde im Amte Brüggeneine Kriegssteuer beigetrieben. Als Kurfürst Johann Wilhelm anfangs 1703eine auf 4 Monate sich erstreckende Fouragelieferung einforderte, richteten dieAmtseingesessenen am 8. März 1703 eine Bittschrift an ihn, sie von dieserAbgabe zu befreien, da das Amt Brüggen gänzlich verarmt sei. H
So sah die Zeit aus, in der Johann Caspar Hertmanni als junger Menschin dem Amte Brüggen den verantwortungsvollen Posten eines Vogtes be-kleidete.
In erster Ehe war er verheiratet mit Regine Christine Heistersseit dem 25. 2. 1672. Sie stammte aus Düsseldorf, wo auch in der Lambertus-kirche die Trauung stattfand:
25.2. 1672 3oes Lasparus 11 e r t m a n n i, jjuris) ujtriusgue)ckjoetor) et praekectus 8atrapiae krüMen et keZina Lliristina Heisters. -)
Die Eltern der Regine Christine waren Sibertus von Heister und Mar-garethe von Virmundts, Tochter des Conrad v. Birmundt und der Maria vonHövelich?) Sie war geboren am 4. 11. 1655?)
Sie wird 1675 erwähnt als Patin ihrer Nichte Anna Regine ChristineFabri — 92 — und 1684 als Patin ihres Neffen Peter Gerhard vonSchoenebeck — 1/2 —. Am 2. 11. 1685 ist sie multis exlmusta morbisin Brüg-gen gestorben und dort begraben?)
In 2. Ehe heiratete er am 28. 11. 1686 Katharina Halvers (auch Halffersgenannt) und zwar in Köln zu St. Cunibert:
(K. Kb. 79, 39): Oie vi'Zesima oetava blovembris eopulavi e^o in pri-vatis sponsae aeckibus iuxta ckispsnsationis Oeockieensis tenorem nobile« etelarissimos sponsos ckoniinurn ckoannem Casparum Hertmanni 3 u. ck.,Serenissimi ckomini ckulias ae lAontium consiliarium ae rekerenckarium nee
') Nach Deümann, Geschichte des Amtes Brüggen S. 90.? Lambertuspfarre, Heiratsregister Bd. 60.
*> So von der Ketten.
^) Koblenzer Staatsarchiv Abt- 70Z, 3 Nr. 49.