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1 (1928) Die Familie Hertmanni
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Lassen" auf die Kinder allein nach dem Tode der Mutter in den Schreinsbüchernverzeichnet ist.') An derselben Stelle wird auch ausdrücklich ein Vormund fürdie Kinder bestellt. (Siehe weiter unten). 1696 waren also beide Eltern tot.In einem Schreinsbuchvermerk vom 18. 10. 1683 wird Johann Bernhard zeit-lebens gewesener Appellationsgerichtskommissar genannt.-) Daselbst ist auchvon hinterlassenen Kindern die Rede, woraus unzweideutig hervorgeht, daßJohann Bernhard 1683 bereits verstorben war. Bei Gelegenheit einer Taufe inDüsseldorf am 18.11.1684 wird seine Frau ausdrücklich als vlclua (Witwe) bezeich-net. Aus alledem dürfen wir wohl die Schlußfolgerung ziehen, daß entsprechendder Angabe jener oben erwähnten alten Familienchronik Johann Bernhard umd. I. 1680 gestorben ist; seine Frau Gertrud mag am 15.9.1695 gestorben sein.

Johann Bernhard und Gertrud von Weidenseldt hatten 4 Kinder, die beidem frühen Tode des Vaters alle noch unmündig waren. Als ihr Vormund ist1681 von der Mutter der Kanonikus von St. Severin Wilhelm Hertmann!") 52 bestellt. Im Jahr 1696') ist der Bürgermeister Petrus Nicolaus vonKrufft Vormund, dem wir später (Seite 104) in unserer Familiengeschichte nochbegegnen werden.

Die Kinder des Johann Bernhard:

129 1. Joannes Christianus, geboren am 6. 3. 1672 zu Köln. Erwurde am 28. 3. 1672 zu St. Cunibert getauft. Luptiravi ckounnem Lbristiu-num liliuiv clurissirni ckoinivi liLentisti et Lrelliepiscopulis ourius eommis-sarii (hier steht auch im Original eine Lücke) Hermann! et virtuosue Oer-truckis Vl'eickenlelck eoniZuin. Luseeptores Ojominuch ckoanne8 LbristiLvusVlPickenkelckt, euiu8 loco .... hier hört das Original auf. Der Pate ist wohlder Großvater mütterlicherseits, der sich durch einen Andern, der nicht genanntist, vertreten ließ. (K. Kb. 78,163).

Dies Kind scheint ganz jung gestorben zu sein, wahrscheinlich schon vor demVater, wie aus einer Eintragung im Schreinsbuch vom Jahre 1683 hervorgeht,")bei der es unter den Kindern nicht mehr angeführt wird.

130 2. Maria Anna, geboren am 8. 9. 1673. St. Cunibert;") 1673 ckis8. 8eptembris natu et ckie 11. eiu8ckem baptirata eat in 8uceIIo ckc>me8tieodlaria ^nna kilis. elarl88im! O. 3oannl8 Vernarrt! Hertmann!, juri8 liesntiati,et virtuv8as Oertruckw VCickenkelt conmZum. 8u8eeptc>rs8 O. ckoanne8 La5-parus Hertmanni, praelectus 8atrap!as VruZgsn, euiu8 loeo 8tetit O. ?b!I!p-pU8, krater eiu8l 8U8ceptrix -^.nna Latbarina Incken conckieta Vl'icksnlclt.

Anna Maria Hertmanni wurde also 3 Tage nach der Geburt getauft. Patewar Johann Caspar Hertmanni 1061, der Bruder des Vaters, der aber,weil er nicht anwesend sein konnte, von dem andern Bruder Philipp 55vertreten wurde. Patin war die Schwiegerin der Mutter, die Frau ihres Bru-ders Adam Weidenfeld. Die Taufe fand in der Privatkapelle (8acellum ckome-8tioum) statt. Da ist sicherlich die Kapelle im Hause Overstolz gemeint (s.S.66).

') Kölner Schreinsbücher 215, 108 vom 7. 8 1696. Siehe S 438.2) 89. 7 vom 15. 10. 1683 Siehe S 439.

') Kirchenbücher St. Cunibert 78, 182.