67
L, Gertrud von Weidenfeld, die Ehefrau des Johann Bernhard Hertmann!,getft. 14. 12. 1647 zu St. Cunibert
l>. Josef Hillebrand von Weidenfeld, der aber bereits am 22. 7. 1681 starb,c. Conrad Adam von Weidenfeld, der Geistlicher wurde,
<l. Maria Agnes v.Weidenfeld,gtft.19.8.1650, die ebenso wie ihre Schwestere. Christine Elisabeth von Weidenfeld lgtft. 4. 9. 1646 zu St. Cunibert) insKloster eintrat.
Auf diese Weise kam das Ehepaar Johann Bernhard Hertmanni von 1681ab ganz in den Besitz des Hauses. Wie lange es im Besitz der Familie Hert-manni gewesen ist, wissen wir nicht. Es steht heute noch Eigelstein 51. InMauerankern führt es die Jahreszahl 1663, woraus hervorgeht, daß es in demheutigen Zustande von dem Senator Johann von Weidenfeld, dem Schwieger-vater des Johann Bernhard Hertmanni umgebaut ist. Es weist 4 große, grade ge-deckte Kreuzsenster auf und eine Kartusche mit dem Namensschilde „Zum Over-stolz". Die Hauskapelle mit Erker und Stuckdekoration stammt a. d. I. 1631.
Heute ist das Haus im Besitz der Kölner Adlerbrauerei, welche die untereuRäume für Wirtschaftszwecke eingerichtet hat. Die Räume sind noch in der altenForm erhalten, prächtige alte Stucke bedecken die Wände und die Decken. Ichhabe lange dort verweilt und habe meine Gedanken wandern lassen in jene altenZeiten in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, habe im Geiste geschaut dieFamilienglieder und ihre Perwandten, die bei ihnen zu Besuch waren, alle Brü-der des Bernhard, die sich von Zeit zu Zeit bei ihm einfanden und unter ihnendie geistvolle Gestalt ihres Vaters, des Geheimrat Johann Michael Hertmanni.
Durch Gertrud kam noch ein anderes Haus an die Hertmannische Familie.Ihre Mutter, die eine geborene Kinckius war, erbte von ihrem Vater, dem„Ratsherrn und Stimmeister" Johann Kinckius das Haus „genannt Große(Lassen."st Wir wissen nicht, wo dies Haus lag. Dieses Haus wird im Jahre1696 auf die Kinder des Johann Bernhard übertragen.
Auf einem alten Stammbaum") steht bei Johann Bernhard die Notiz: Herrvon Auenheim. Er war weiterhin im Besitz des Gutes Vochem, das von derPfarre St. Columba in Köln in Zeitpacht gegeben und das 1679 verpfändetwurde. Er hat auch hierin das Erbe seines Paters angetreten. (Siehe S. 39.)
Wann Johann Bernhard Hertmanni gestorben ist, konnte nicht mit Sicher-heit ermittelt werden. Nach von Fürth") und von der Ketten st soll der15. 9. 1695 sein Todestag sein. In dem alten gemalten Stammbaum, der sichim Besitz des Generals von Oidtman in Wiesbaden befindet (Siehe S. 56),lesen wir bei unserm Ehepaar die Notiz ,,obüt ille 1717, base 1695" (er starb1717, sie 1695). In der auf Veranlassung des Sohnes des Bernhard, nämlichdes Freiherrn Wilhelm Josef von Hertmanni — 719 — verfaßten Familien-chronik, die auf Seite 380 ff. abgedruckt ist, wird von Johann Bernhard berichtet,daß er im Alter von 30 Jahren, also um das Jahr 1677, gestorben sei.Was ist nun richtig? Es hat den Anschein, daß von Fürth wie von der Kettendas Todesjahr der Frau als das des Mannes angesehen haben. Die Frau mag1695 gestorben sein, da im Jahre 1696 die Umschreibung des Hauses „große
st Schreinsbücher 229 voni 30. 12. 1659. Siehe Seite 438.st Im Besitz des Generals von Oidtman.st Aachener Patrizierfamilien,st Kölner Stamm- und Wappenbuch