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Elisabetha amalia Magdalena Pfalßgräsfin Bey Rhein in Bayeren zuGulich, Cleve und Berg Hertzogin gebohrne Landgräfin zu Hessenunseren gnädigsten grüß zu Bor. Hochgelahrter Lieber Besonder, wirhaben aus ewer antwortschreiben Vom 14. febr. verstanden, wasgestaltendie uns Von unfern gulischen Unterherren in vergangenem Monat Iulioeingewilligte sechshundert Rthlr. Zwarannoch nit Repartirt, ihr dannochdaran sein wollet, damit sie in Kurtzem hernach einbracht und uns gelief-fert werden, wie nun hierdurch uns gefallen geschehen wird, also wollenwir, daß Ewerem fleiß heimbgestallet sein lassen, Und hernachst der gel-ber erwarten, woltens euch Herwider Vermelden und seynd euch zu gna-den geneigt. Geben Neuburg den 2. Marti 1669.
Elisabetha Amalia Magdalena Pfalzgräfin."
Die Haupttätigkeit des Johann Michael erstreckte sich wohl auf die Vermitt-lung des Verkehrs der Landstände des Herzogtums Jülich mit dem kurpfälzischenHof. Er wird als Syndikus der Iülich'schen Landstände bezeichnet.
In den Zunftakten Kölns H findet sich die Notiz, daß Johann Michael Her-manni am 17. 12. 1646 in die Zunft „Eisermark" ausgenommen wurde. Es wardies nicht im eigentlichen Sinne eine Zunft, wie wir sie von den Handwerker-zünften kennen, sondern vielmehr eine Art Klub oder Casino, wie wir das mitmodernen Ausdrücken bezeichnen könnten, eine Vereinigung der angesehenstenBeamten Kölns, die auch gewisse Rechte besaß, wie z. B. das, daß sie einigeMitglieder in den Rat der Stadt wählen durften. Noch von einem anderen Hert-mann!, dem Friedrich Christian (1676—1740) — 7064 — wissen wir, daß erGlied dieser Zunft war.
Johann Michael starb im Jahre 1670 am 6. April. U Seine Frau hat ihrenMann noch mehrere Jahre überlebt. Wir finden sie nämlich in denSchreinsbüchern der Stadt Köln in einer Notiz vom 15. 10. 1683 nochaufgeführt.») In den Aufzeichnungen des Friedrich Christian Hertmanni— 7064 —, die beim Koblenzer Staatsarchiv (Abt. 703, 3. Nr. 49) liegen, lesenwir die Notiz: -^.nna Liancleenberg odiit 4. 3. 1685 Donnae ln aeckidus Domini?abri, idicksmgue in parocbiali eoolema 8. diartini in ineckis tempii sepultajucet. Darnach ist sie also im Hause ihrer Tochter Anna Katharina Fabri inBonn gestorben und in der Kirche St. Martin begraben.
Johann Michael und Anna Blanckenberg hatten 9 Kinder:
728 1. Johann Bernhard 1647 bis c. 1680. Er ist das Haupt der frei-herrlichen Linie, die im Mannesstamm ausgestorben ist im Jahre 1778,die aber in weiblichen Nachkommen noch in unfern Tagen lebt. DieseLinie ist dargestellt auf Seite 63 ff. dieses Buches.
7007 2. Johann Caspar 1649—1710. Er ist das Haupt der BrempterLinie. Auch diese Linie ist im Mannesstamm im Jahre 1827 ausgestorben.Sie ist auf Seite 86 ff. behandelt.
') Zunftsachen 36. Blatt 48.
Im Bruderschaftsbuch von S- Ursula heißt es: pie «Kid 6. ^prilis simo 1670.Kölner Schreinsbücher 89, 7 S. Alban vom 15.10.1683, abgedruckt Seite 439.