Druckschrift 
1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

war, ließ am 1. 8. 1599 ein Kind namens Heinrich v. Pollhem taufen. (K. Kb.St. Cunibert O 61), und am 29. 3. 1604 einen Sohn Johann (Kb. St. Cuni-bert 0 143). Dieser letztgenannte Johann heiratete eine Margarethe Münchs, dieihm 2 Söhne gebar, einen Johann, der am 24. 7. 1632 getauft wurde (K. Kb.St. Cunibert 76, 294), und dann wieder einen Johann, der am 3. 4. 1634 dasSakrament der Taufe empfing (K. Kb. St. Cunibert 76, 320). Offenbar ist dererstgenannte Johann ziemlich bald nach der Geburt gestorben, sodaß also derletztgenannte Johann als der Ehemann der Ursula Hermans anzusehen ist.

Dieser Johannes Pulheim war ein Zunftgenosse seines Schwiegervaters.Er war Brauer und scheint ein recht angesehener Mann gewesen zu sein. Be-kleidete er doch mehrere Ehrenämter: er war Ratsverwandter, d. h. Mitglieddes Rats, Kirchmeister der Pfarrei St. Cunibert und Bannerherr der Brauer-zunft. Er besaß mehrere Häuser, eines derselben hieß die „alte Schmitte" H.Wo dasselbe lag, ist nicht bekannt. Jedenfalls wohnte er in einem Hause aufdem „Eigelstein"-).

Ursula Pulheim geb. Hermanni starb im Februar 1702, als ihr Mann schontot war. Im Sterberegister von St. Cunibert (K. Kb. 86, 75) heißt es: „1702.Febr. 14. die edle hochehr- und tugendsnhme Fr(au) Ursula Hermann:g(cnannt) Pulheim."

Aus ihrer Ehe stammten folgende 4 Kinder:

14 sjAnna Maria Polheim wurde zu St. Cunibert in Köln getauft

am 17. 11. 1652. Paten waren der Großvater Joannes Hermanni, Sena-tor und die uns unbekannte Anna Maria Graffey (K. Kb. 77, 219).

Sie war verheiratet mit dem am 1. 8. 1629 geborenen ChristianAußem, der einer sehr weit verzweigten altkölner Familie angehörte.Zeitweilig war er Ratsherr der Stadt Köln. Wir besitzen von ihm eineigenhändig geschriebenes Testament vom 11. 8.1698 °), aus dem wir aberNäheres über seine Persönlichkeit nicht erfahren können.

Der Ehe des Christian Außem mit Anna Maria Polheim entsprangen4 Kinder:

15 a)Iohann Christian Außem. Er war verheiratet mit Agathe

Wasserfalls anscheinend in kinderloser Ehe; denn nirgendwo ist inden verschiedenen Testamenten, die von den Brüdern herrühren, von Kin-dern des Johann Christian die Rede. 1714 erwarben die Beiden einHaus in der Reimersgasse H, d. i. die heutige Straße an der Rechtschule,dieselbe Straße, in welcher sich das Haus zum Salzrümpchen befindet.Johann Christian war Gerichtsschöffe und Kirchmeister von St. Cunibert.Als solcher starb er am 5. 7. 1732. (K. Kb. St. Cunibert 89, 22 a.) Indem Testament seines Bruders Johann Joseph Außem — 18 — vom1.10. 1747 wird 'Agathe Wasserfalls als noch lebend erwähnt.

ch Kölner Testamente -> 223ch Alfter N. 78. Bl. 159b.

-) Kölner Schreinsbücher 410. 79 vom 16. 3. 1679. Siehe Sette 432.

1 Nach einer Notiz im Bruderschaftsbuch St. Ursula (hr>t. Archiv zu Köln)