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manni — 22 —. Am 23. 12. 1700 macht Maria Gertrud rhr Testa-ment: sie will Nonne werden, zur Universalerbin bestimmt sie ihreSchwester Marie Agnes* *) —27—.
22 e> Johann es Melchior Wichte rich, getauft 5. 3. 1681. Patenwaren die uns nicht weiter bekannten Joannes von den Enden undAnna Katharina Mischer.
Dieser Johannes Melchior will bei den Benediktinern an St. Pantha-leon in Köln eintreten. Er macht am 15. 10. 1700 sein Testament. Fürseine Aussteuer u. s. w. hat er 2000 Thlr. nötig, als „Spielpfennig" be-ansprucht er jährlich 20 Thlr. Das klebrige erhält seine Schwester AnnaMaria*) —>20—.
Als Johannes Hermann! starb, waren 5 Kinder am Leben, nämlich Ursula,Gertrud, Katharina, Anna Maria und der Iesuitenpater Johannes Michaels.
Das Geburtsdatum der erstgenannten Ursula Hermanni kann nicht mehrfestgestellt werden. Ich habe wohl alle Taufregister Kölns durchforscht, binaber diesem Kinde des Johannes nirgendwo begegnet. Nach der Aufstellungvon der Kettens soll sie eine Tochter der 3. Frau des Johannes, der AgnesCr atz aus Jülich gewesen sein. Ueber die Familie Cratz und diese Agneswissen wir nichts Näheres. 1690 finden wir einen vianrius Cratz an St.Aposteln in Köln. In unserer Familiengeschichte begegnet uns derName noch einmal in dem (Seite 399 ff.) abgedruckten Testamente der AnnaKatharina von Hertmanni, geb. Borst, vom Jahre 1704, in welchem Adam undHeinrich Cratz aus Jülich als Vettern der testatrix erwähnt werden. Diese bei-den letztgenannten waren sicherlich mit unserer Agnes verwandt, die auf demStammbaum von v. d. Ketten geradezu Agnes Jülich (anstatt Agnes Cratz ausJülich) genannt wird. Die oben erwähnte Notiz, wonach Ursula ein Kind derAgnes gewesen, muß bezweifelt werden. Wir möchten vielmehr annehmen,daß Ursula noch von der ersten Frau des Johannes, der Gertrud geb. Soll-mann stammt. Diese Annahme wird dadurch unterstützt, daß nach dem Schreins-buch von St. Kolumba vom 16. 7. 1667 Ursula von ihrem verstorbenen OnkelGoddert Sollmann ein Erbteil zufällt, an das sie sich mit ihrem EhemannJohannes Pulheim anschreinen läßt. Bon den anderen Geschwistern derUrsula ist hier nicht die Rede. Ursula kommt hier als Alleinerbberechtigte vor,das ist aber nur dadurch möglich, daß sie das einzige Kind der 1. Frau desJohannes Hermanni, der Gertrud Sollmann, vielleicht ein aus ihren letztenLebensjahren stammender Nachkömmling war. In ihrem Testament vomJahre 1634 ist von dem Kinde nicht die Rede.
Verheiratet war Ursula mit Johannes Pulheim.
Die Familie Pulheim war im Köln der damaligen Zeit ungemein häufigvertreten, besonders in den Pfarreien St. Columban, St. Martin und St.Cunibert. Es ist sehr schwer, sich unter der Unmenge von Namen zurecht zu finden.
Ein Hyndrich von Pollhem, der mit einer Anna N. (der Name war offen-bar dem taufenden Pfarrer entfallen, vielleicht hieß er von Cöllen?) verheiratet
') Kölner Testamente W. 35g
*) Kölner Schreinsbücher 17«. 181. 182 vom 28. 11. 1675. Abgedruckt Seite 430.