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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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In den alten Kölner Ratsprotokollen wird er mehrfach erwähnt.

So heißt es im Ratsprotokoll (90) vom 13.3.1643: Johann Hermanni zumMarktherrn erwählt.

Am 8. Sept. 1646 wird gesagt (Ratsprotokoll 93, 129) Johann Hermannihat den Munzmeister zur Rede gestellt.

Am 14. 1. 1647 wird er zum Fahnenträger erwählt. (Ratsprotokoll94, 14a.)

Auch in den oben nicht angeführten Jahren kommt er in den „Aemtern"d. h. Kommissionen vor; so als Wallherr (1651, 1654, 1657, 1660—1663, 1666,1669), als Marktmeister (1648), als Kohlenherr (1635), als Holzmeister (1644,1647, 1649, 1652, 1665, 1658, 1661, 1664, 1667.)

Aus all diesen Zahlen können wir den Schluß ziehen, daß er vom Jahre1643 an ständig im Rat gesessen hat bis zu seinem Tod.

In sener Zeit begegnet uns in den Kirchenbüchern und den Bürgerlistender Name Johann Hermnns sehr häufig. Es war ganz unmöglich anzu-nehmen, daß das immer ein und dieselbe Person sein sollte. Dazu kam, daßauf den alten gemalten Stammbäumen, die noch vorhanden sind, als seine Ehe-frau stets Agnes Cratz aus Jülich angeführt wurde, die wir aber bei keinereinzigen Taufurkunde der einem Johannes Hermans geborenen Kinder fanden.Nach langem Suchen lösten auch hier wieder die alten Schreinsbücher das Rät-sel. Da steht zu lesen, daß im Jahre 1675, also nach seinem Tode, seine ihnüberlebenden 5 Kinder einen Teil ihrer Erbschaft an Häusern, nämlich des„Arndthauses des Steinmetzers gelegen in Mariengardengaßen" als Leib-zucht an Frau Agnießen Kratz von Jülich abtreten (d. h. also zur Nutznießung^).Daraus erhellt, daß Agnes Cratz seine Ehefrau war, die ihn überlebte. Da beidieser Gelegenheit die Namen der Kinder angegeben werden, so war es mög-lich, den Namen der Frau festzustellen, mit der er vor der Agnes verheiratetwar, es war die Katharina Zimmermann. Und da wir aus derTrauungsurkunde mit der letztgenannten ersehen können, daß Johann bei derEheschließung villuus, d. h. Witwer war, so kommen wir zu dem Schluß: erwar drei Mal verheiratet.

Die erste Ehe schloß er am 11. Januar 1622. In dem Kirchenbuch derPfarrei S. Columba heißt es: ?roclainati 1622 L nativitate clomini usgue allguallraZesimam: loanne« Hermanni, Oirtruillt 8 o 11 m a n n s.Dahinter steht die Bemerkung: eop. 11. Jan. (K. Kb. 56, 12.)

Diese Gertrud geb. Sollman hat am Donnerstag den 28. 9. 1634 einTestament-') gemacht, in dem sie ihren „Hauswirt" Johann Hermanni zu ihremErben einsetzt. Aus diesem Testament geht hervor, daß sie vorher schon einmalverheiratet gewesen und zwar mit Johannes Graß, von dem sie 3 Kinder hatte.78 1. Michaell, getauft 1.11.1622 zu S. Columba (K. Kb. 55, 131). 1. Nov.1622 llokannes Hermanns et Oirllrut 8olinans obtulerunt tilium,voeatur Niebaeli: Patriot l^iebasl Hermans st ^.nna

Hermans, genand M e u s e r. Paten waren also der Großvater(— 2 —) und die Schwester des Vaters (— 72 —).

Aus ihrer Ehe mit Johann Hermanni stammten 2 Kinder:

I Schreinsbücher 176, 181, 182 vom 28. II. 1675 abgedruckt Seite 130.

2) Kölner Stadt-Archiv, Testamente 539. Stehe Seite 388.