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3.
Johann Hermans. c. 1600—1671.
Er ist das 9. Kind des Michael — Z — und der Elisabeth von Kerpen.Sein Geburtsjahr ist ebensowenig bekannt wie das seiner anderen Geschwister.Jedenfalls aber ist er um 1600 geboren. Am 13. Dez. 1617 wurde er in dasGroßbürgerbuch eingetragen: 3<il>anns8 Hermann!, kilius l^1ic1>LeIi8 Hermann!Ratsverwandter und kllioabetb von Xerpen conjuZum uti civi8 legitime natu8et aäLolum1>am6apti2Ltu8?) Das Kirchenbuch von St. Eolumba (an derHerzogstraße gelegen) ist aus dieser Zeit nicht mehr vorhanden.
Er ergriff den Beruf seines Vaters, war also, wie es in dem mittelalter-lichen Latein heißt, braxator, d. h. Brauer. In der Brauerzunft muß er einegewisse Rolle gespielt haben, da er „zeitlebens" ihr Bannerherr war?)
Ebenso wie sein Vater war auch er Senator der freien Reichsstadt Köln")und zwar
1643 als Keufferherr
1646 „ „ und Martherr
1649 „ „ und Brandtherr
1650 „ Holtzherr
1652 „ Wallherr, und das wechselt so immer weiter als Holtzherr undWallherr in den Jahren 1653, 1655, 1656, 1658, 1659, 1661, 1662, 1664, 1665,1667, 1671. Martherr heißt so viel als Marktherr.
Nach einer Notiz in den SchreinsbüchernH hat er 1641 kurz vor seinerVerheiratung mit Katharina Zimmermann das 1513 erbaute „Stahlenbrauhausboven Mauren-Obenmarspforten beim Kaufhaus Gürtzenich gelegen" gekauft.Wenn wir bedenken, daß dieses Haus in der Pfarre Alban gelegen ist, und daßvon 1641 an sämtliche kirchlichen Handlungen in seiner Familie in den Bücherndieser Pfarrei eingetragen sind, so gehen wir wohl in der Annahme nicht fehl,daß er in diesem „Stahlenbrauhaus" am Gürzenich auch gewohnt hat. DasKaufhaus Gürzenich ist das heute weithin bekannte Festhaus der Stadt Kölnmit seinem wunderbaren Festsaal.
Die oben erwähnte Notiz in den Schreinsbüchern lautet: „10. April 1641Johann Hermanni wird als Käufer des Stahlbrauhaus boven Mauren-Obenmarspforten beim Kaufhaus Gürzenich gelegen bezeichnet".
Der Bau dieses Stahlbrauhauses wurde vom Rat der Stadt Köln im Jahre1513 beschlossen, hier sollte von Zeit zu Zeit ein Musterbier (d. i. Stalen) ge-braut werden?)
Außer diesem Haus besaß Johann Hermanni noch ein Haus in der Marien-gartengasse nahe bei dem Hause Salzrump. Das Haus hieß: Arndthaus desSteinmetzes". Nach seinem Tode wurde dies Haus an einen Helmich verkauft.")Er starb am 12. 11. 1671.
') Bürgerliste vom Jahre 1613—1655 Blatt 45.
2 ) Im Schreinsbuch 77 vom 7. 5. 1668 heißt es von ihm: Johannes dieser desHeyligen reichs freyen Stadt Colln Rhattsverwandter und der löblichenBrewer Zunfft Bannerherr und seine haußfrau Agneßen Cratz. S. S. 432.
°) Ratsherrenliste C. 22.
^ Schreinsbuch 82, 216 vom 10. 4. 1641.
") Ennen, Geschichte der Stadt Köln III, 734.
°) Schreiosbuch 176, 181, 182; abgedruckt S. 430.