Von Beobachtungen und Versuchen. 169
^ haben. Dieses leitet ihn Key seinen eigenen Bemühun-gen, macht ihn auf das Wichtigere sowohl, als auch! auf das, was noch zu entdecken übrig ist, aufmerksam.
? Er wird sich nicht vergeblich bcy dem aufhaltcn, wasschon Andere vor ihm gefunden haben, und bey derVergleichung seiner eigenen Resultate mit fremden leich-ter die etwa vorgefallcnen Unrichtigkeiten und vorhan-' denen Mängel entdecken. — r) Bey manchen Versu-chen kommt viel auf die gute Beschaffenheit der Instru-mente an. Den Gebrauch derselben muß er vorläufigkennen, muß wissen, ob sie gut oder fehlerhaft sind,wie sie auseinandergenommcn, gereinigt, verbessert wer-, den können u. dgl. Wenn besondere Handgriffe zurBenutzung derselben erforderlich sind, so muß er sich beyeinem Sachverständigen dazu anweisen lassen, und sichdurch fleißige Uebung die gehörige Fertigkeit darin er-werben. Nur auf diesem Wege gelangt z. B. der Wund-arzt, Anatomiker, Chemiker, Astronom, Naturhisto-riker , Mechaniker u. s. w. zu dem Grade der Ausbil-dung, wodurch er sich in seinem Fache auszeichnen, undals Beobachter für die Menschheit nützlich machen kann.
! — z) Während einer Beobachtung oder eines Versuchs
^ muß er die gehörige Sorgfalt) Genauigkeit und Gedult! anwenden, alles aufzeichnen, was gefunden worden ist,und wenn es möglich ist, die Arbeit wiederholen. —4) Auch hüte er sich, daß er aus auffallenden Erfah-rungen nicht übereilte Schlüsse ziehet, oder das, was erdaraus geschlossen hat, für Erfahrung «uSgebe, oderauf einzelne wenigen Beobachtungen sogleich ein Systemgründe. Dieses hindert ihn, unbefangen und frei, wei-ter zu blicken, indem er verleitet wird (vielleicht aus Vor-