Von Beobachtungen und Versuchen. 161
Sekonom die Beschaffenheit des Bodens, der Ge-rreideanen und anderer Pflanzen, die ihm nützlich sind.— Versuche sind Wahrnehmungen, die in der Ab-sicht angestcllt werden, um die Natur gewisser Gegen-stände genauer kennen zu lernen. Wir lassen die Ge-genstände nicht, wie sie sind, wenn wir Versuche an,stellen, sondern verändern sie nach Willkühr, bringensie in eine andere Lage, zertheilen sie, lösen sie aus.«der nehmen sonst etwas mit ihnen vor. Auf dieseArt untersucht der Chemiker die Bestandcheile der Me-talle, der Pflanzen durch Scheidung, Auflösung, oderauf andere Art; der Anatomiker zerlegt die Leichnameder Menschen und Thiere in ihre einzelnen organischenTheile, und beobachtet den Bau und ganzen Zusammen-hang derselben; andere Naturforscher untersuchen durchWerkzeuge die Beschaffenheit der Lust, der elektrischenMaterie, des Wassers u. s. w. Eben so stellen Gärt-ner, Landwirthe, Technologen u. d. gl. jeder in sei-nem Fache viele Versuche an.
Das erste bey Beobachtungen und Versuchen ist,daß man das, was gefunden worden ist, historisch dar-legt, ohne sich auf die Erklärung desselben vor der Hand«inzulaffen. Manches bedarf einer solchen nicht, wisz. D. die naturhistorische Beschreibung der Thiere undPflanzen nach ihren unterscheidenden Merkmalen: man-ches ist so beschaffen, daß seine Entstehungsart oderseine Absicht nicht von uns eingesehen werden kann,und wird daher blos beschrieben, wie es erscheint; z. B.die Anziehungskraft der Körper gegen einander, dieverschiedenen Grade der Chemischen Verwandschaft derKörper u. », gl. — Brx manchen Erscheinungen lassen