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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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Von Vermeidung der Irrthümer. 749

haken Einfluß auf die Handlungen der Menschen, z.D. die Meinung, daß die Quacksalber geschickter sci-en/ als gelehrte Aerzte, und daß man bey Krankheiten vor«

> züglich die erster» zu Rathe ziehen müsse, oder daßman auf Träume achten müsse, um sein künftige-Schicksal vorher zu wissen u. dgl.

Einige der gewöhnlichsten Vorurtheile sind fol«

> gende :

i) die aus Nachahmung und Trägheit des Geu^ steS entstehen. Viele Menschen haben nicht nur gegenanhaltende Untersuchungen, sondern auch gegen eine! kurze Prüfung der Gründe für und wider gewisse Meir1 nungen einen Widerwillen. Hie finden eS bequemer,andere Menschen für sich denken zu lassen, und ihnen! nachzusprechen. Oesters sind sie gegen Wahrheit undj Zrrthum gleichgültig: wenn aber das Interesse fürWahrheit fehlt, so ist man mit mangelhaften rinfeiti«gen Einsichten zufrieden, und sucht philosophische Säehe, Reltgionsmeinungen, moralische Wahrheiten u.

' dgl. nicht durch Gründe, sondern durch Aussprüche eiei nes berühmten Mannes, oder durch Stellen aus einemBuche , das im Ansehen stehet, zu beweisen. Mo ne

> tagne erzählt, dass er einem Anhänger der Aristoteli-' schen Philosophie seinen Jrrthum in irgend einer Sache^ bewiesen habe. Dieser sagte darauf: ich gestehe es.

Sie würden mich überzeugt haben, wenn nicht A r i»stoteles das Gegentheil gelehrt hätte. Ein anrLerer wollte nicht durch ein Sternrohr sehen, wodurchman ihm die Nebenplaneten des Jupiters zeigen wollite; denn aus Vorurtheil für einen gewissen Sah ha«

! « er sich vorgenommen, so etwas nicht zu glauben.