Von den Vemunftschlüssen. 7r
Die bisher erläuterte Form der rategorischenSchlüffe ist die gewöhnliche und natürlichste. Daübrigens die Stellung des Miltelbegriffs gegen di» bey«den andern Begriffe in den Prämissen auf vierfacheArt verändert werden kann, so laßt sich solchen Schlüssen«ine vierfache Form geben (weiche man gewöhn«
lich die vier Figuren derSchlüsse nennt, undvon denen hier der Vollständigkeit wegen wenigstensetwas angeführt werden muß, obgleich die ganze Ver«änderung von wenigem Nutzen ist).
Erste Figur Kl k Zweyte Figur k kl
8 Kl8 I>
Dritte Figur LI kKI 88 k
§ kl5 k
Vierte Figur k kl21 88 k
Zn der ersten Figur ist der Mittelbegriff dasSubjekt im Obcrfahe und Prädikat im Unterfahr (wiein den oben angeführten Beispielen immer der Faltwar). Wird nun der Mittelbegriff in beyden Prämistsen das Prädikat, oder in beyden daö Subjekt, oderim Obersahe das Prädikat, «n Unterfahr das Sude,jekt, so entstehen die drey übrigen Figuren. Hin Bey»spiel wird hinreichen, dieses zu erläutern.
I. Alle Metalle sind schmelzbar,
Gold ist ein Metall,
Gold ist schmelzbar.
II. Wa« nicht geschmolzen werden kann, ist k»in
Metall.
Gold ist ein Metall, alsoGold kann geschmolzen werden.